31 May 2026, 02:23

1,9-Millionen-Strafe für illegale Mieter-Daten: BREBAU GmbH verstößt gegen DSGVO

Eine Strafe von fast zwei Millionen Euro gegen BREBAU verhängt

1,9-Millionen-Strafe für illegale Mieter-Daten: BREBAU GmbH verstößt gegen DSGVO

Ein Immobilienverwaltungsunternehmen in Baden-Württemberg wurde mit einer Strafe von 1,9 Millionen Euro belegt, weil es illegal hochsensible Daten von tausenden potenziellen Mietern verarbeitet hat. Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) stellte fest, dass die BREBAU GmbH gegen die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verstoßen hat, indem sie ohne rechtliche Grundlage äußerst persönliche Informationen sammelte und speicherte. Die Strafe folgt einer Untersuchung von über 9.500 Datensätzen, die diskriminierende und irrelevante Angaben enthielten.

Die BREBAU GmbH hatte zwischen 2015 und 2019 Daten von Personen erfasst, die sich um Mietwohnungen beworben. Mehr als die Hälfte der Akte umfasste sogenannte besondere Kategorien personenbezogener Daten, darunter Hautfarbe, ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung und Gesundheitsdaten. Zudem protokollierte das Unternehmen sachfremde Details wie Frisuren, Körpergeruch und persönliches Auftreten.

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Der LfDI kam zu dem Schluss, dass das Unternehmen keine rechtliche Grundlage für die Verarbeitung dieser Informationen besaß. Darüber hinaus behinderte die BREBAU Anfragen von Betroffenen, die Transparenz über die Nutzung ihrer persönlichen Daten verlangten. Die Landesbeauftragte, Dr. Imke Sommer, betonte, dass die DSGVO die Erhebung solcher sensiblen Daten ausdrücklich verbietet, um Diskriminierung und Missbrauch zu verhindern.

Obwohl das Bußgeld aufgrund der Schwere des Verstoßes höher hätte ausfallen können, wurde es auf 1,9 Millionen Euro reduziert. Diese Ermäßigung berücksichtigt die Kooperationsbereitschaft des Unternehmens während der Ermittlungen sowie dessen Bemühungen, die Verstöße abzumildern.

Das Urteil bestätigt, dass die BREBAU GmbH grundlegende Datenschutzrechte verletzt hat. Die Strafe dient als Mahnung, dass die DSGVO den Umgang mit sensiblen personenbezogenen Daten streng reglementiert, um mögliche Diskriminierung zu verhindern. Das Unternehmen muss nun strengere Kontrollen einhalten, um weitere Sanktionen zu vermeiden.

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