50 Jahre Sesamstraße: Wie Hamburg die Kult-Sendung prägt und feiert
Mustafa Tröst50 Jahre Sesamstraße: Wie Hamburg die Kult-Sendung prägt und feiert
Hamburg feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: die Sesamstraße wird 50 Jahre alt in Deutschland. Die beliebte Kindersendung, die vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) lokal produziert wird, ist seit ihrem Debüt 1973 ein fester Bestandteil des Bildungsfernsehens. Mit einem Jubiläumskonzert, Ausstellungen und weiteren Veranstaltungen wird die langjährige Wirkung der Sendung auf junge Zuschauer gewürdigt.
Der NDR erwarb 1973 die Rechte an der Sesamstraße und zahlte damals rund 700.000 US-Dollar für Produktion und Adaption. Die deutsche Version wird in den Studios Hamburg am Standort Tonndorf im Osten der Stadt gedreht. Im Gegensatz zum amerikanischen Original legt die NDR-Fassung stärkeren Wert auf die Vermittlung von Werten wie Fairness, Toleranz und Respekt – und nicht nur auf Buchstaben und Zahlen.
Im Laufe der Jahre hat der Sender das Muppet-Ensemble der Sendung um neue Figuren erweitert, die speziell auf das deutsche Publikum zugeschnitten sind. Allein seit 2009 hat der NDR 2.931 Folgen produziert und sorgt so dafür, dass die Sendung frisch und aktuell bleibt. Auch die deutsche Online-Plattform der Sesamstraße verzeichnete starke Resonanz: 2021 wurden über 460.000 Besuche registriert.
Mit einer Reichweite in rund 150 Ländern passt die Sesamstraße weltweit ihre Inhalte oft an lokale Kulturen an. Die Jubiläumsfeierlichkeiten in Hamburg umfassen ein besonderes Konzert, eine Ausstellung im Auswanderermuseum BallinStadt sowie weitere Veranstaltungen, die das bleibende Erbe der Sendung hervorheben.
Die Feiern zum 50-jährigen Bestehen unterstreichen die tiefen Wurzeln der Sesamstraße in Hamburg und ihre anhaltende Rolle in der Kinderbildung. Mit Jahrzehnten lokal produzierter Folgen und einer starken digitalen Präsenz prägt die Sendung weiterhin junge Menschen in ganz Deutschland. Gleichzeitig zeigen die Veranstaltungen das langfristige Engagement des NDR für die Werte und kulturelle Relevanz des Programms.






