ADFC Halle kritisiert neue Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße als Radverkehr-Hindernis
Nuray PlathADFC Halle kritisiert neue Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße als Radverkehr-Hindernis
Der ADFC Halle, der lokale Fahrradverband, hat Bedenken gegen neue Bodenschwellen in der Kleinen Ulrichstraße geäußert. Die Maßnahmen, die illegale Autorennen und Rasen verhindern sollen, stünden im Widerspruch zur städtischen Fahrradstrategie, so der Verband. Zudem warnt er, dass die Hindernisse den Fußgänger- und Rollstuhlverkehr auf den Gehwegen behindern.
Die Kleine Ulrichstraße ist offiziell als Nord-Süd-Radroute im Halleschen Verkehrsplan ausgewiesen. Doch nach Ansicht des ADFC hat die Stadt diesen Status bisher nicht ausreichend unterstützt. Die neuen Bodenschwellen erschwerten nun die Nutzung der Straße für Fahrräder, Lastenräder und Anhänger zusätzlich.
Die Schwellen ragen teilweise auf die Gehwege und beeinträchtigen die barrierefreie Bewegungsfreiheit. Der Verband fordert umgehende Änderungen, darunter breitere Lücken, um allen Radfahrenden eine sichere Durchfahrt zu ermöglichen. Gleichzeitig dürften die Hindernisse die Bedingungen für Fußgänger:innen und Rollstuhlfahrer:innen nicht weiter verschlechtern.
Statt sich allein auf physische Barrieren zu verlassen, plädiert der ADFC für verbindliche Absprachen mit der Polizei. Dazu gehöre eine aktive Verkehrsüberwachung im Rahmen der bestehenden Sicherheitspartnerschaften.
Grundsätzlich unterstützt der Verband die Bemühungen gegen illegale Rennen und Rasen. Allerdings brauche es einen Ansatz, der mit den städtischen Zielen für den Radverkehr vereinbar sei. Der ADFC verlangt daher eine Anpassung der Bodenschwellen sowie strengere Kontrollen, um alle Verkehrsteilnehmenden besser zu schützen.






