30 March 2026, 16:35

Anna Netrebkos polarisierendes Comeback an der Berliner Staatsoper

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Anna Netrebkos polarisierendes Comeback an der Berliner Staatsoper

Die Sopranistin Anna Netrebko kehrte im März 2026 an die Berliner Staatsoper zurück – ein vorsichtiges Comeback nach Jahren der Kontroversen. Ihre Darstellung in Un ballo in maschera erntete sowohl Beifall als auch Proteste und spiegelte die anhaltenden Spannungen wider, die mit ihren früheren Verbindungen zur russischen Führung zusammenhängen.

Netrebkos Karriere erlitt nach Russlands Invasion in der Ukraine 2022 schwere Rückschläge. Westliche Opernhäuser sagten ihre Auftritte ab, da sie als Unterstützerin von Präsident Wladimir Putin wahrgenommen wurde. Die Kritik verschärfte sich, nachdem sie 2021 ihren 50. Geburtstag im Moskauer Kreml gefeiert hatte – ein Ereignis, das weltweit auf scharfe Verurteilung stieß.

Doch bis 2026 öffneten sich einige Bühnen wieder für sie. Die Berliner Staatsoper brachte eine Neuinszenierung von Verdis Un ballo in maschera auf die Bühne, in der Netrebko die Rolle der Amelia übernahm. Die Aufführung wurde mit starkem Applaus für Sänger und Musiker bedacht; viele Zuschauer begrüßten ihre Rückkehr.

Vor dem Opernhaus versammelten sich jedoch etwa 50 Demonstranten, die ukrainische Flaggen schwenkten und Parolen wie "Keine Bühne für Putin-Unterstützer" oder "Russland ist ein Terrorstaat" skandierten. Die Protestierenden warfen ihr vor, sich nicht klar genug vom Krieg zu distanzieren – obwohl ihre Vertreter betonen, sie habe sich öffentlich dagegen ausgesprochen.

Netrebko, die sowohl die russische als auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, war bereits mehrfach in Berlin aufgetreten. Diesmal zeigte die Reaktion auf ihren Auftritt die Kluft zwischen künstlerischer Wertschätzung und politischer Ablehnung.

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Die Berliner Produktion unterstrich Netrebkos ambivalente Stellung in der Kulturwelt: Während das Publikum ihre Leistung feierte, machten die Proteste deutlich, dass ihre früheren Verbindungen weiterhin für Debatten sorgen. Ihr schrittweiser Rückkehr auf die großen Bühnen bleibt ein Thema, das sowohl künstlerisch als auch politisch diskutiert wird.

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