Bechtle wächst 2025 moderat – doch 2026 drohen Chip-Engpässe die Pläne zu bremsen
Mustafa TröstKnappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst 2025 moderat – doch 2026 drohen Chip-Engpässe die Pläne zu bremsen
Bechtle verzeichnet 2025 stetiges Wachstum – doch 2026 bleibt unsicher
Bechtle hat für das Jahr 2025 ein kontinuierliches Wachstum gemeldet: Das Gesamtgeschäftsvolumen stieg um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Dennoch blickt das Unternehmen mit Zurückhaltung auf das Jahr 2026 – Grund sind anhaltende Lieferengpässe bei Speicherchips. Trotz langfristiger Expansionspläne dämpfte Vorstandschef Thomas Olemotz die Erwartungen für das kommende Jahr.
Im Jahr 2025 erhöhte Bechtle seinen Umsatz um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern ging jedoch um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen bedient vor allem Behörden, gewerbliche Kunden sowie den Online-Handel mit Hardware.
Speicherchips bleiben knappe Ware Die Preise für Speicherchips sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen – angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Seit 2020 haben die Expansion von künstlicher Intelligenz, Cloud-Computing und dem Mining von Kryptowährungen den Bedarf an Chips in die Höhe getrieben. Lieferkettenstörungen zwischen 2021 und 2022 führten zeitweise zu Engpässen, doch die Produktionskapazitäten haben sich seitdem stabilisiert.
Zurückhaltende Prognose für 2026 – langfristig ehrgeizige Ziele Für 2026 rechnet Bechtle mit einem Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum von 0 bis 5 Prozent. Diese Schätzung entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 4 Prozent. Langfristig peilt das Unternehmen ein Gesamtgeschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro bis 2030 an – im Idealfall sogar früher.
Die vorsichtige Einschätzung für 2026 spiegelt die anhaltenden Herausforderungen bei der Versorgung mit Speicherchips wider. Dennoch strebt Bechtle ein schrittweises Wachstum an und plant, sein Geschäftsvolumen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich auszubauen. Die Marktvolatilität bei Chips bleibt ein entscheidender Faktor für die finanziellen Perspektiven des Unternehmens.






