Berlins Sportvereine boomen: Rekordmitgliedschaften und neue Trends
Corinna SchinkeBerlins Sportvereine boomen: Rekordmitgliedschaften und neue Trends
Berlins Sportvereine verzeichnen starken Mitgliederschub
Die Sportvereine in Berlin erleben einen deutlichen Anstieg der Mitgliederzahlen: Innerhalb eines einzigen Jahres stieg die Zahl um über 12.000. Wie aus den neuesten Daten des Landessportbunds Berlin (LSB) hervorgeht, beträgt das Plus 5,14 Prozent – damit sind aktuell 822.294 aktive Sportlerinnen und Sportler registriert (Stand: Januar 2026). Verantwortliche führen den Zuwachs auf das erweiterte und zugänglichere Angebot der Vereine zurück, das alle Altersgruppen anspricht.
Der Jahresbericht des LSB zeigt einen deutlichen Anstieg der Beteiligung über verschiedene Bevölkerungsgruppen hinweg. Besonders stark steigen die Zahlen bei Frauen und Mädchen, Jugendlichen sowie Menschen über 61 Jahren. Schulnahe Sportprogramme erfreuen sich großer Beliebtheit – Basketball, American Football und Cheerleading zählen mittlerweile zu den zehn meistgewählten Aktivitäten.
Fußball bleibt mit Abstand die beliebteste Sportart der Stadt: Der Berliner Fußball-Verband verzeichnet 241.282 Mitglieder und ist damit der mitgliederstärkste Fachverband. Zwei Vereine stechen besonders hervor: Der 1. FC Union Berlin führt mit 71.328 Mitgliedern, gefolgt von Hertha BSC mit 60.461. Gleichzeitig hat der LSB zwei neue Spitzenverbände aufgenommen – Tischfußball und Pétanque –, was das Angebot für die Berliner Bevölkerung weiter erweitert.
LSB-Präsident Thomas Härtel lobte die Kreativität der örtlichen Vereine bei der Anpassung ihrer Programme. Flexiblere Trainingszeiten, inklusive Angebote und gezielte Öffentlichkeitsarbeit hätten Sport für ein breiteres Publikum attraktiver gemacht, so Härtel.
Mit insgesamt 822.294 Mitgliedern verzeichnet der Landessportbund den höchsten Stand in der Geschichte der Berliner Sportvereine. Dank neuer Verbände und des Fokus auf Barrierefreiheit rechnet der LSB mit einem weiteren Wachstum. Der Anstieg spiegelt sowohl die anhaltende Beliebtheit klassischer Sportarten als auch den Erfolg moderner, vielfältigerer Aktivitäten wider.






