28 March 2026, 22:37

Bildungsminister streiten über Smartphone-Regeln für Schulen in Deutschland

Kinder sitzen an Tischen und nutzen Tablets in einem Klassenzimmer mit einer Banner und einem Plakat an der Wand.

Bildungsminister streiten über Smartphone-Regeln für Schulen in Deutschland

Bildungsminister debattieren über neue Regeln für Smartphone-Nutzung an Schulen

In ganz Deutschland diskutieren Bildungsminister über strengere Vorschriften für die Nutzung von Smartphones in Schulen. Diese Woche steht in Berlin die Frage im Mittelpunkt, wie Einschränkungen mit pädagogischen Erfordernissen in Einklang gebracht werden können. Theresa Schopper, Bildungsministerin von Baden-Württemberg, drängt auf klarere Regelungen noch vor den Sommerferien.

Aktuell können Schulen in Baden-Württemberg selbst entscheiden, ob sie die Handynutzung begrenzen – einheitliche Vorgaben gibt es nicht. Einige Einrichtungen haben Smartphones bereits verboten oder eingeschränkt, andere erlauben sie aus bildungstechnischen Gründen oder aus Sicherheitsaspekten.

Schopper will die Landesgesetze ändern, sodass jede Schule eine eigene Smartphone-Politik entwickeln muss. Ziel ist es, Ablenkungen zu verringern und die Konzentration der Schüler zu fördern. Gleichzeitig betont sie, dass die Geräte für schulische Zwecke genutzt werden dürfen – besonders in ländlichen Regionen, wo sie aus Sicherheitsgründen wichtig sein können.

Andere Bundesländer haben bereits Verbote eingeführt oder bereiten ähnliche Maßnahmen vor. In der Schweiz hingegen lehnt der Urner Regierungsrat ein generelles Verbot ab und setzt stattdessen auf Medienkompetenz-Programme. Dort wird noch über strengere Regeln für Kinder unter zwölf Jahren diskutiert. Italien wiederum verfügt über keine bundesweiten Vorgaben zur Smartphone-Nutzung in Schulen.

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Die überarbeitete Gesetzgebung in Baden-Württemberg soll noch vor dem Sommer verabschiedet werden. Sie wird Schulen verpflichten, altersgerechte Regelungen festzulegen, um eine einheitliche Praxis im Land zu gewährleisten. Falls das Gesetz in Kraft tritt, markiert dies den Übergang von freiwilligen Empfehlungen zu verbindlichen Richtlinien. Die Schulen müssen dann Abwägungen zwischen Einschränkungen und den praktischen Vorteilen von Smartphones treffen. Die Änderungen spiegeln die wachsende Sorge über exzessive Bildschirmzeiten wider, erkennen aber auch die Rolle der Technik in der modernen Bildung an.

Quelle