Bruchsaler Start-up Klar2O bekämpft Nanoplastik mit 4,5 Millionen Euro Investition
Friedrich-Wilhelm WerneckeBruchsaler Start-up Klar2O bekämpft Nanoplastik mit 4,5 Millionen Euro Investition
Klar2O: Bruchsaler Start-up sichert 4,5 Millionen Euro für Kampf gegen Nanokunststoffe
Das in Bruchsal ansässige Start-up Klar2O hat in einer Series-A-Finanzierungsrunde 4,5 Millionen Euro eingesammelt, um ein wachsendes Gesundheitsproblem anzugehen: Nanoplastik. Die winzigen Kunststoffpartikel wurden bereits in menschlichem Blut, Urin und sogar in Organen nachgewiesen – mit unklaren Langzeitfolgen. Die Technologie des Unternehmens soll diese schädlichen Teilchen weltweit aus Trinkwasser filtern.
Die Investitionsrunde wurde von der FMC Beteiligungs KG Bremen angeführt und markiert Klar2Os Vorstoß, die Produktion auszubauen und internationale Märkte zu erschließen. Aktuelle Studien zeigen alarmierende Werte: In abgefülltem Wasser finden sich durchschnittlich 240.000 Plastikfragmente pro Liter – 90 Prozent davon sind Nanoplastikpartikel kleiner als ein Mikrometer.
Klar2Os Lösung basiert auf einer patentierten Smart-Surface-Technologie, die gezielt Nanoplastik, Mikroplastik und "ewige Chemikalien" wie PFAS bindet – bei minimalem Energieverbrauch. Anders als herkömmliche Filter ist das System regenerierbar und recycelbar, was Abfall und Betriebskosten reduziert.
Das Unternehmen will mit seiner Technologie neue Maßstäbe in der Wasserfiltration setzen und etablierte Verfahren wie Umkehrosmose oder Ultrafiltrationsmembranen herausfordern. Ein bekannter Konkurrent ist Evodrop, dessen EVOfilter mithilfe einer Ultra-Nanomembran mit Orbital-Osmose® Partikel bis zu 0,55 Nanometern abscheidet. Klar2O setzt jedoch auf Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit als entscheidende Vorteile.
Mit der frischen Kapitalsprache wird Klar2O die Produktion hochfahren und sich auf den weltweiten Marktstart vorbereiten. Ziel ist es, hochwertiges, plastikfreies Trinkwasser für eine breitere Bevölkerung zugänglich zu machen.
Die 4,5-Millionen-Investition soll helfen, die Technologie zu skalieren und bestehende Filtrationssysteme zu übertreffen. Angesichts wachsender Sorgen über Nanoplastik im Trinkwasser könnten die regenerierbaren Filter von Klar2O eine praktikable Lösung bieten – mit potenziell prägendem Einfluss auf künftige Standards für sauberes Wasser in Industrie und Haushalten.






