BYD baut 6.000 Supercharger-Stationen – Europa im Fokus der E-Auto-Offensive
Friedrich-Wilhelm WerneckeBYD baut 6.000 Supercharger-Stationen – Europa im Fokus der E-Auto-Offensive
Chinesischer Autohersteller BYD baut sein Schnellladenetz massiv aus
Der chinesische Automobilkonzern BYD erweitert sein Hochgeschwindigkeits-Ladenetz rasant über die heimischen Grenzen hinaus. Innerhalb des nächsten Jahres plant das Unternehmen weltweit 6.000 Flash-Charging-Stationen zu errichten – die Hälfte davon allein in Europa. Damit dringt der Konzern entscheidend in die internationale Infrastruktur für Elektrofahrzeuge vor.
In Europa hat BYD bereits erste Schritte unternommen: In Deutschland ist eine vorläufige Flash-Charger-Station in Betrieb, und bald wird das Unternehmen den Standort seiner ersten dauerhaften Anlage bekannt geben. Die Expansion folgt auf eine erfolgreiche Einführung in China, wo bis Anfang März bereits 4.239 Stationen aktiv waren. Bis Jahresende soll ihre Zahl auf 20.000 steigen.
Die Flash Charger nutzen T-förmige Säulen mit zwei Ladekabeln, sodass zwei Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. Mit einer Leistung von bis zu 1.500 Kilowatt ermöglichen sie es, den Akku in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent aufzuladen – und in neun Minuten auf 97 Prozent. Selbst bei extremen Minusgraden bis zu -30°C bleibt das System funktionsfähig.
In Europa will BYD die Ladekosten wettbewerbsfähig halten: Der Preis soll unter 50 Pence pro Kilowattstunde liegen. Innerhalb eines Jahres sollen so 3.000 neue Flash-Charging-Stationen auf dem Kontinent entstehen. Dank der hohen Ladegeschwindigkeit und der Kältetauglichkeit könnte das Netz die Verbreitung von Elektroautos beschleunigen. BYDs ehrgeizige Pläne deuten auf einen grundlegenden Wandel in der globalen Ladeinfrastruktur hin.






