CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe nach umstrittenem Treffen
Corinna SchinkeCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe nach umstrittenem Treffen
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Heuer bezeichnete die Anschuldigungen als irreführend und erklärte, er lasse sich nicht von dem Eindruck einer besonderen Nähe zu Siegmund einschränken. Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung hatten die Diskussionen angeheizt.
Heuer räumte ein, dass die Situation missverstanden werden könne. Er beschrieb den Umgang mit der AfD als Dilemma, da die Partei einerseits als rechtsextrem eingestuft werde, andererseits aber demokratisch in den Landtag gewählt worden sei. Der CDU-Politiker betonte, die Union müsse die AfD inhaltlich bekämpfen, gleichzeitig aber die parlamentarischen Spielregeln einhalten.
Die Aufnahme und das Video erweckten Heuer zufolge einen völlig falschen Eindruck ihres Austauschs. Er unterstrich, dass die Herkunft parlamentarischer Unterstützung nicht die Richtigkeit einer Entscheidung beeinflussen dürfe: „Was sachlich richtig ist, bleibt richtig – unabhängig davon, wer es unterstützt.“
Kritik übte Heuer auch an der öffentlichen Aufmerksamkeit für den Vorfall. Seiner Meinung nach lenke diese von drängenderen Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ab. Gleichzeitig lud er alle Fraktionen ein, die Positionen der CDU im Landtag zu unterstützen.
Heuers Äußerungen verdeutlichen seine Haltung zu den Vorwürfen und dem Kurs der CDU gegenüber der AfD. Entscheidend seien für ihn inhaltliche Überzeugungen, nicht politische Bündnisse. Die Debatte um den Vorfall habe, so Heuer, von zentralen Herausforderungen der Region abgelenkt.






