15 May 2026, 12:54

CDU-Kandidatin Dörk triumphiert in der Uckermark gegen die AfD

Eine Deutschlandkarte mit Bundesländern in Rot und Blau, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und der Details des Wahltermins.

CDU-Kandidatin Dörk triumphiert in der Uckermark gegen die AfD

CDU-Kandidatin Karina Dörk hat die Wahl zum Kreistag der Uckermark mit klarem Vorsprung gewonnen. Ihr Sieg fällt in eine Phase gemischter Ergebnisse der AfD in Ostdeutschland – trotz starker Umfragewerte. Die Wahl unterstrich die deutlichen Gegensätze zwischen der etablierten Politik und dem rechtsextremen Lager.

Dörk setzte sich nach einem Wahlkampf durch, in dem sie sich von dem abgrenzte, was sie als „Scheindiskussionen“ bezeichnete – darunter die Debatte über eine politische „Brandmauer“ gegen die AfD. Ihr Kontrahent, der AfD-Abgeordnete Felix Teichner, gab sich dagegen moderat, präsentierte sich als bürgerlich nahbar und spielte sogar Lieder des linkseingestellten Liedermachers Hannes Wader am Klavier.

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Die AfD hat in diesem Jahr bei Kommunalwahlen nur begrenzt punkten können: Von 26 angestrebten Bürgermeister- und Kreistagswahlen in Ostdeutschland gewann sie lediglich zwei. Dennoch bleibt die Partei in regionalen Umfragen dominant – mit 41 Prozent in Sachsen-Anhalt und 36 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern an der Spitze. Bundesweit liegt sie in aktuellen Erhebungen zwei bis drei Punkte vor CDU und CSU.

Politikwissenschaftler verweisen darauf, dass zwar einige ehemalige CDU- und CSU-Wähler zur AfD gewechselt sind, eine größere Gruppe jedoch entweder nicht mehr wählen geht oder linke Parteien unterstützt. Im Podcast Bundestalk werden bereits Strategien diskutiert, wie man der wachsenden Einflussnahme der AfD vor den nächsten Wahlen in Deutschland begegnen kann.

Dörks Erfolg in der Uckermark stellt für die AfD eine seltene Niederlage in einer Region dar, in der sie ansonsten in Umfragen klar führt. Zwar hält der bundesweite Aufstieg der Partei an, doch die lokalen Rückschläge deuten auf Schwierigkeiten hin, Umfragewerte in tatsächliche Wahlerfolge umzumünzen. Die etablierten Parteien stehen indes vor der Herausforderung, jene Wähler zurückzugewinnen, die sich entweder dem Rechtsextremismus zugewandt oder sich gänzlich von der Politik abgewandt haben.

Quelle