Chaos-Nacht in Süddeutschland: Gewalt, Brände und flüchtige Täter in Serie
Corinna SchinkeChaos-Nacht in Süddeutschland: Gewalt, Brände und flüchtige Täter in Serie
Reihe von Vorfällen in Süddeutschland: Verletzte, Sachschäden und Ermittlungen
Eine Serie von Zwischenfällen in Süddeutschland am Freitag und frühen Samstagmorgen hat mehrere Verletzte, erhebliche Sachschäden und zahlreiche Polizeiermittlungen zur Folge gehabt. Die Vorfälle reichten von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Diebstählen über einen Verkehrsunfall bis hin zu einem Brand in Rangendingen.
Die Behörden in Reutlingen, Tübingen und Esslingen prüfen derzeit die Fälle, von denen einige mit Waffen oder Gewaltandrohungen in Verbindung stehen. Der schwerwiegendste Vorfall ereignete sich in Winterlingen, wo ein Verkehrsunfall an der Kreuzung Längenfelsstraße/Ecke Charlottenstraße zwei Autofahrer schwer verletzte. Der Unfall, der sich am Freitagnachmittag ereignete, verursachte zudem einen Schaden von etwa 20.000 Euro. Die Verkehrspolizei Tübingen hat die Ermittlungen übernommen.
Schon früher am selben Tag war in Rangendingen auf der Starzelstraße ein mit Holz gefüllter Schuppen in Brand geraten. Das Feuer richtete einen Schaden von rund 10.000 Euro an. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen, die Ursache wird jedoch noch untersucht.
Gewalttätige Konflikte wurden an mehreren Orten gemeldet. Am Bahnhof Reutlingen schlug ein 20-jähriger Mann während eines Streits mit einem Holzstock auf einen 19-Jährigen ein. Die Schwester des Opfers setzte daraufhin Pfefferspray ein, wodurch der Angreifer leichte Verletzungen erlitt. Unterdessen eskalierte in Metzingen ein Streit zwischen zwei 20-Jährigen, als ein 24-jähriger Verwandter eingriff. Obwohl Pfefferspray und ein Klappmesser im Spiel waren, blieb es ohne Verletzte.
Ein besonders besorgniserregender Angriff ereignete sich am Freitagabend in Balingen. Als ein 20-jähriger Mann eine Kneipe verließ, soll ein Täter mit einer Attrappe auf ihn geschossen und dabei eine Gesichtsverletzung verursacht haben. Die Polizei fahndet nach dem Verdächtigen.
Auch Diebstähle und Raubüberfälle häuften sich am Wochenende. In Tübingen brach ein Unbekannter am späten Freitagabend einen Geldkasten in einem Selbstbedienungsladen an der Steinlachmühlestraße auf. Im Esslinger Stadtzentrum bedrohten zwei unbekannte Männer einen 18-Jährigen am frühen Samstagmorgen mit Gewalt und stahlen 20 Euro von ihm.
Die Polizei in Hepsisau wollte am Freitagnachmittag eine Routinekontrolle durchführen, doch zwei Kleinkrafträder flüchteten vom Ort des Geschehens. Eine Beschreibung der Fahrer liegt nicht vor. Separat ermittelt die Polizeiinspektion Reutlingen in zwei Fällen: einem illegalen Straßenrennen und einem nicht näher bezeichneten Umweltvergehen.
Ein weiterer, nicht zusammenhängender Vorfall betraf die Landung eines Flugzeugs, die in die Zuständigkeit des Polizeipräsidiums Reutlingen fiel.
Die Reihe der Ereignisse hat Reaktionen mehrerer Strafverfolgungsbehörden ausgelöst, darunter Verkehrspolizei, lokale Reviere und Spezialeinheiten. Die Ermittlungen zu Brand, Körperverletzungen, Diebstählen und dem Verkehrsunfall dauern an.
Bisher haben die Behörden in den meisten Fällen keine weiteren Details zu Festnahmen oder Verdächtigen bekannt gegeben. Die gesamten finanziellen Schäden durch Sachbeschädigungen und Diebstähle belaufen sich auf über 30.000 Euro.






