Cyberangriffe auf Reisebranche erreichen im Mai 2026 Rekordhoch – Betrüger nutzen gefälschte Domains
Friedrich-Wilhelm WerneckeCyberangriffe auf Reisebranche erreichen im Mai 2026 Rekordhoch – Betrüger nutzen gefälschte Domains
Cyberangriffe auf die deutsche Reisebranche nehmen im Mai 2026 stark zu
Im Mai 2026 verzeichnete die deutsche Reisebranche einen deutlichen Anstieg an Cyberbedrohungen. Online-Buchungsplattformen hatten 2024 bereits über 60 Millionen Reservierungen abgewickelt – und sind damit ein lukratives Ziel für Betrüger. Cyberkriminelle intensivieren ihre Angriffe, um ahnungslose Reisende auszunutzen.
Allein im Mai 2026 musste der Reisesektor wöchentlich rund 2.300 Cyberangriffe abwehren – ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Betrüger registrierten im selben Monat etwa 47.300 gefälschte Domains, um Urlauber zu täuschen.
Viele dieser Domains sind derzeit noch inaktiv. Experten gehen davon aus, dass sie während der Hauptreisezeiten aktiviert werden, um möglichst viele Opfer zu ködern. Eine einzige Domain wies 210 Varianten auf, die allesamt seriöse Reiseportale imitieren sollten. Auf diesen Fake-Seiten werden Nutzer dazu verleitet, persönliche Daten preiszugeben oder für nicht existierende Angebote zu zahlen.
Betrüger setzen zudem auf täuschend echte länderspezifische Domains. Bezeichnungen wie „booking-jp.com“ oder „booking-cn.com“ geben sich als offizielle lokale Versionen bekannter Plattformen aus.
Reisende sollten besonders wachsam gegenüber Phishing-Versuchen sein. Vor der Eingabe sensibler Daten ist es ratsam, die URL der Website genau zu prüfen. Verdächtige Links in Werbeanzeigen oder E-Mails sollten nicht angeklickt werden – besser ist es, die offizielle Adresse manuell in den Browser einzugeben. Überstürzte Angebote sind oft ein Warnsignal für Betrug, daher ist Vorsicht geboten.






