Deutsche Bahn schaltet Change-Abteilung ab – 30 Prozent der Holding-Stellen fallen weg
Corinna SchinkeDeutsche Bahn schaltet Change-Abteilung ab – 30 Prozent der Holding-Stellen fallen weg
Die Deutsche Bahn löst im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung ihre Abteilung für Change-Management auf. Die Entscheidung fällt unter dem Plan von Vorstandsvorsitzender Evelyn Palla, rund 30 Prozent der Stellen in der Konzernholding abzubauen. Mit dem Schritt soll die Gruppe verschlankt und der Fokus auf das Kerngeschäft gestärkt werden.
Die Change-Management-Abteilung war während der Amtszeit des früheren Vorstandsvorsitzenden Richard Lutz eingerichtet worden. Sie verantwortete Projekte wie die Kampagne „Bahnsinn Riedbahn“ und beschäftigte etwa 50 Mitarbeiter. Einige ihrer Führungskräfte galten als „elitäre Technokraten“.
Die Tätigkeiten der Abteilung wurden nun als nicht essenziell für die Hauptgeschäftsbereiche des Unternehmens eingestuft. In der Folge wird das gesamte Team aufgelöst. Die Umstrukturierung ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um Positionen abzuschaffen, die nicht direkt die Kernaufgaben der Deutschen Bahn unterstützen.
Durch die Auflösung der Abteilung verringert sich die Belegschaft der Konzernholding um etwa 30 Prozent. Das Unternehmen erwartet dadurch eine Steigerung der Effizienz und eine klarere Ausrichtung auf die zentralen Bahnservices. Die Änderungen treten im Rahmen des laufenden Umstrukturierungsprozesses in Kraft.






