Deutsche Bahn teilt Sanierung der Strecke München–Rosenheim in zwei Etappen auf
Friedrich-Wilhelm WerneckeDeutsche Bahn teilt Sanierung der Strecke München–Rosenheim in zwei Etappen auf
Die Deutsche Bahn hat ihre Sanierungspläne für die Bahnstrecke München–Rosenheim, eine der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten – 2028 und 2031 – durchgeführt werden. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Wirtschaftsverbänden wegen der langandauernden Behinderungen.
Die erste Phase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April. Während dieses achtwöchigen Zeitraums werden die Fernverkehrsgleise komplett gesperrt. Regionalzüge fallen ersatzweise aus und werden durch Busse ersetzt, während der Fernverkehr umgeleitet wird.
Die zweite Phase ist für Anfang 2031 vorgesehen. In dieser Etappe stehen die Modernisierung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen im Mittelpunkt. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet.
Allerdings äußert der Verband der Güterverkehrsunternehmen Bedenken. Geschäftsführer Peter Westenberger kritisierte, dass der neue Plan nach wie vor mehrwöchige Sperrungen in beiden Jahren vorsieht. Er warnte, dass sich die Gesamtstillstandszeit auf 24 Wochen belaufen könnte – zwei Wochen länger als im ursprünglichen 22-Wochen-Plan. Westenberger schlug stattdessen eingleisige Baustellen und vorab aufgewertete Ausweichrouten als weniger belastende Alternativen vor.
Ziel des überarbeiteten Zeitplans ist es, die Auswirkungen einer einzigen langen Vollsperrung zu verringern. Dennoch erfordern die Änderungen weiterhin längere Sperrzeiten, die sowohl den Personen- als auch den Güterverkehr beeinträchtigen. Die Vorgehensweise der Deutschen Bahn wird nun von Verkehrsverbänden und Pendler:innen gleichermaßen genau unter die Lupe genommen.






