17 June 2026, 17:59

Deutsche E-Auto-Prämie begünstigt chinesische Hersteller – Kritik an Förderpolitik wächst

Handelsbetriebe: E-Auto-Subvention mainly goes to China

Deutsche E-Auto-Prämie begünstigt chinesische Hersteller – Kritik an Förderpolitik wächst

Die deutsche staatliche Kaufprämie für Elektroautos steht in der Kritik, weil sie ausländische Hersteller stärker begünstigt als heimische. Ein neuer Bericht zeigt, dass günstige chinesische E-Autos die Förderstatistiken dominieren – das Programm gewährt seit dem 1. Januar 2026 bis zu 6.000 Euro für neu zugelassene Stromer.

Bei den Autohäusern von Burkhard Weller, dem Präsidenten des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), haben sich die Verkäufe preiswerter chinesischer Elektrofahrzeuge im Mai mehr als verdoppelt. Befragte Händler bestätigten, dass die meisten Käufe in der geförderten Preisspanne zwischen 20.000 und 30.000 Euro auf chinesische Modelle entfielen. Deutsche Hersteller bieten in diesem Segment bisher keine Fahrzeuge an – Volkswagens ID.Polo kommt erst im September auf den Markt.

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Weller widersprach öffentlich Umweltminister Carsten Schneider, der das Programm gelobt hatte. Die Prämie habe lediglich bereits geplante Käufe vorgezogen, statt neue Käufer zum Umstieg auf Elektromobilität zu bewegen, argumentierte der Verbandschef. Das Gesamtvolumen der Förderung beträgt 3,5 Milliarden Euro.

Zur Verbesserung des Programms schlug Weller vor, die Förderung auf Gebrauchtwagen auszuweiten und die Ladeinfrastruktur zu stärken. Zudem forderte er niedrigere Strompreise und transparente Tarife an Ladestationen. Als weitere Maßnahme regte er ein „Mobilitäts-Roaming“ an, das Nutzern eine einheitliche Abrechnung an allen Ladepunkten ermöglichen würde.

Dass die Prämie vor allem ausländische E-Autos begünstigt, wirft Fragen auf – besonders vor dem Hintergrund der EU-Bemühungen, die heimische Industrie vor chinesischer Konkurrenz zu schützen. Instrumente wie der Industrial Accelerator Act sehen bereits vor, dass staatliche Hilfen vorrangig EU-Produkte fördern sollen. Die aktuelle Ausgestaltung des Programms könnte diesen wirtschaftlichen Zielen zuwiderlaufen.

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