Deutsche Politiker warnen vor US-KI-Beschränkungen und fordern mehr IT-Souveränität
Mustafa TröstDeutsche Politiker warnen vor US-KI-Beschränkungen und fordern mehr IT-Souveränität
Deutsche Politiker haben Besorgnis über die jüngsten US-Beschränkungen für KI-Modelle geäußert. Die Maßnahmen lösten Warnungen vor möglichen Sicherheitslücken für europäische Behörden aus und werfen grundsätzliche Fragen zur globalen IT-Sicherheit auf.
Johannes Schätzl, der digitalpolitische Sprecher der SPD, bezeichnete die Entwicklungen beim US-Unternehmen Anthropic als ein „großes strategisches Risiko“. Er verwies auf die Kontrolle, die Staaten über fortschrittliche KI-Systeme ausüben könnten. Als Reaktion forderte er eine stärkere Unterstützung für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie Forschungsinstitutionen, um KI-Technologien eigenständig analysieren und Risiken identifizieren zu können.
Marc Henrichmann (CDU) warnte, die US-Beschränkungen könnten europäische Behörden erpressbar machen. Er betonte die Notwendigkeit größerer Unabhängigkeit bei der Bewertung von KI-Systemen, um Abhängigkeiten von externen Mächten zu vermeiden.
Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, kritisierte den US-Ansatz als „extrem kurzsichtig“. Er argumentierte, die Maßnahmen könnten die globale IT-Sicherheit gefährden und die Nachfrage nach Produkten US-amerikanischer Anbieter verringern.
Die Forderungen nach Gegenmaßnahmen spiegeln eine wachsende Skepsis gegenüber der Abhängigkeit von ausländischer KI-Aufsicht wider. Politiker drängen auf Investitionen in eigene Kapazitäten, damit Europa KI-Technologien eigenständig bewerten und damit verbundene Risiken mindern kann.






