05 June 2026, 11:18

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenzgesetz – was jetzt?

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft rechtlich riskant werden'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenzgesetz – was jetzt?

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Das Gesetz sollte Lohnungleichheiten in Unternehmen transparenter machen. Ursprünglich war der 7. Juni als Stichtag vorgesehen, doch Verzögerungen haben die Umsetzung zurückgeworfen.

Die EU-Richtlinie verlangt von den Mitgliedstaaten, Regelungen einzuführen, die Gehaltsunterschiede zwischen Beschäftigten offenlegen. In Deutschland war das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) für die Ausarbeitung des Gesetzes zuständig. Trotz vorbereitender Schritte konnte das Ministerium den Prozess nicht rechtzeitig abschließen.

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Weitere Abstimmungen sind nötig, bevor das Gesetz verabschiedet werden kann. Behördenvertreter bestätigten, dass das Ziel für Anfang Juni nicht erreicht wird. Die Verzögerung bedeutet, dass Unternehmen und Arbeitnehmer länger auf klarere Regeln zur Gehaltsberichterstattung warten müssen.

Mit der verpassten Frist bleibt Deutschland vorerst hinter den EU-Vorgaben zurück. Bis das neue Gesetz in Kraft tritt, gelten weiterhin die bestehenden Lohntransparenzregeln. Das Ministerium hat keinen überarbeiteten Zeitplan für die Umsetzung bekannt gegeben.

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