Die Linke wählt neuen Co-Chef und diskutiert über Diäten und Außenpolitik
Nuray PlathDie Linke wählt neuen Co-Chef und diskutiert über Diäten und Außenpolitik
Die Linke beginnt dreitägigen Bundesparteitag in Potsdam
Am Freitag hat die Linke ihren dreitägigen Bundesparteitag in Potsdam eröffnet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen zentrale Debatten sowie die Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der an der Seite von Ines Schwerdtner agieren soll. Den Anstoß für diesen Führungswechsel gab Jan van Akens Rückzug aus gesundheitlichen Gründen.
Van Aken hatte seinen Rücktritt bereits im April bekannt gegeben und dabei zwar gesundheitliche Gründe angeführt, die Parteimitglieder jedoch versichert, dass kein schwerwiegender Anlass zur Sorge bestehe. Bisher hat sich nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano als Kandidat für die Nachfolge beworben. Pantisano hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Er strebt mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen bei der Abstimmung an.
Auf dem Parteitag wird auch über umstrittene Themen diskutiert, darunter ein geplanter Deckel für Abgeordnetendiäten. Ein Antragsentwurf sieht vor, die monatlichen Bezüge auf 2.950 Euro zu begrenzen, zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Dieser Vorschlag hat bereits für Diskussionen gesorgt – 23 der 64 Bundestagsabgeordneten der Partei fordern die Führung auf, die Debatte zu vertagen.
Ein weiterer zentraler Punkt wird die Außenpolitik sein, insbesondere die Haltung der Linken zur israelischen Regierung. Die wachsende und jüngere Mitgliederschaft der Partei hat die internen Dynamiken verändert und Spannungen zwischen langjährigen Veteranen und neueren Mitgliedern geschaffen.
Die Wahl des neuen Co-Vorsitzenden wird ein Höhepunkt des Parteitags sein. Die Delegierten werden sich zudem mit kontroversen politischen Themen wie Diätenregelungen und außenpolitischen Positionen auseinandersetzen. Die Ergebnisse dieser Diskussionen werden die Ausrichtung der Partei in den kommenden Monaten prägen.






