23 May 2026, 02:40

Dobrindt lehnt Panikmache ab: "Kein Machtgriff der AfD in Ostdeutschland"

Inneres: Dobrindt warnt vor AfD-Putschphantasien

Dobrindt lehnt Panikmache ab: "Kein Machtgriff der AfD in Ostdeutschland"

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat Warnungen vor einem möglichen Machtgriff der rechtspopulistischen AfD nach den jüngsten Landtagswahlen in Ostdeutschland zurückgewiesen. Statt „Untergangsszenarien“ zu entwerfen, forderte er zu proaktivem politischen Handeln auf, um den Einfluss der Partei einzudämmen.

Dobrindt räumte ein, dass Desinformation und von ausländischen Akteuren gesteuerte Social-Media-Kampagnen bereits seit Längerem existieren. Einen aktuellen Anstieg solcher Aktivitäten vor den anstehenden Wahlen im September konnte er jedoch nicht erkennen.

Der Minister lehnte Forderungen nach zusätzlichen Schutzmaßnahmen ab, die verhindern sollen, dass sensible Sicherheitsinformationen an die AfD gelangen, falls sie in Landesregierungen einzieht. Die bestehenden Gesetze und politischen Entscheidungen reichten aus, um zu verhindern, dass die Partei zu viel Kontrolle erhalte, betonte er.

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Seine Äußerungen folgten einer Warnung des Thüringer Innenministers Georg Maier (SPD), der von einem möglichen „Putsch“ sprach, nachdem der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, angekündigt hatte, im Falle eines Wahlsiegs 150 bis 200 Stellen in der Landesverwaltung neu zu besetzen. Dobrindt beharrte darauf, dass noch genug Zeit zum Handeln bleibe und es keine Belege für ausländische Einmischung in den Wahlprozess gebe.

Statt neuer Restriktionen unterstrich er die Notwendigkeit entschlossener politischer Schritte, um dem möglichen Aufstieg der AfD in den Landesregierungen entgegenzuwirken.

Die Wahlen in Ostdeutschland finden im September statt und geben den Parteien damit noch Spielraum, auf die wachsende Präsenz der AfD zu reagieren. Dobrindts Haltung signalisiert Vertrauen in die bestehenden Systeme, um die Lage zu bewältigen – auch wenn die Sorge über die Absichten der Partei fortbesteht.

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