EnBW plant riesigen Batteriespeicher am ehemaligen AKW Philippsburg
Corinna SchinkeEnBW plant riesigen Batteriespeicher am ehemaligen AKW Philippsburg
Der Energiekonzern EnBW hat Pläne bekannt gegeben, am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Philippsburg eines der größten Batteriespeicher Deutschlands zu errichten. Das Projekt soll einen zentralen Knotenpunkt für erneuerbare Energien schaffen – mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazität von 800 Megawattstunden.
Der Standort Philippsburg wurde wegen der bestehenden Energieinfrastruktur ausgewählt, darunter eine große Gleichstrom-Umrichterstation, die im Rahmen der ULTRANET-Anbindung in der Nähe gebaut wurde. Die Stilllegung der beiden Reaktorblöcke begann 2017 und 2019, wodurch Platz für neue Vorhaben entstand.
Der Netzbetreiber Transnet BW soll bis Mitte 2027 die notwendige Netzverbindung herstellen, um Lade- und Entladevorgänge zu ermöglichen. EnBW plant, das Projekt eigenständig zu finanzieren – durch Erlöse aus Stromverkäufen und Netzdienstleistungen, ohne auf staatliche Subventionen zurückzugreifen.
Trotz des ehrgeizigen Zeitplans liegen weder eine Baugenehmigung vor noch ist eine finale Investitionsentscheidung gefallen. Bei reibungslosem Ablauf könnte die Anlage jedoch bis Ende 2027 in Betrieb gehen. Der Batteriespeicher würde als zentraler Baustein für die Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energien dienen. Seine Fertigstellung markierte einen wichtigen Schritt bei der Umnutzung des ehemaligen Atomstandorts für moderne Energiebedürfnisse. Der Erfolg des Projekts hängt von behördlichen Genehmigungen und dem weiteren Ausbau der Infrastruktur ab.






