FDP vor Machtkampf: Höne fordert Dürr beim Parteitag heraus
Die Freie Demokratische Partei (FDP) bereitet sich auf einen internen Führungsstreit bei ihrem Parteitag Ende Mai vor. Mit Henning Höne hat sich ein neuer Kandidat gemeldet, der dem aktuellen Bundesvorsitzenden Christian Dürr Paroli bieten will. Sein Vorstoß fällt in eine Phase, in der die Partei nach früheren Rückschlägen über einen grundlegenden Kurswechsel diskutiert.
Hönes Bewerbung stößt bereits auf Unterstützung aus den eigenen Reihen. Zyon Braun, Landesvorsitzender der FDP Brandenburg, bezeichnete ihn als den richtigen Mann für das Amt. Braun lobte Höne als "frisches Gesicht mit parlamentarischer Erfahrung".
Doch die Forderungen nach Erneuerung gehen über die Personalfrage hinaus. Hans-Ulrich Rülke, Mitglied im FDP-Bundesvorstand, forderte einen klaren Bruch mit der bisherigen Bundespolitik der Partei. Dazu gehöre auch eine Distanzierung von der Ampelkoalition – selbst eine Namensänderung der FDP stehe zur Debatte. Rülke betonte, es dürfe bei der Neuausrichtung keine Denkverbote geben.
Die FDP hat solche Identitätsdebatten bereits durchlebt: Nach dem Scheitern am Wiedereinzug in den Bundestag 2013 gab es ähnliche Diskussionen. Nun will Höne neues Vertrauen aufbauen und ein neues Kapitel für die Partei aufschlagen.
Die Abstimmung Ende Mai wird zeigen, ob Höne Dürr an der Spitze ablöst. Ein Erfolg könnte einen radikalen Schnitt zur jüngeren Vergangenheit der FDP bedeuten. Die künftige Ausrichtung der Partei – und möglicherweise sogar ihr Name – hängt vom Ausgang ab.






