09 May 2026, 02:23

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Gewerkschaft warnt vor Folgen für die Industrie

Balkendiagramm, das die Anzahl der durch COVID-19 betroffenen US-Geschäfte zeigt, unterteilt nach Branche und Erholungsstatus, mit begleitendem Text über die wirtschaftliche Erholung.

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – Gewerkschaft warnt vor Folgen für die Industrie

Festo, ein familiengeführtes Unternehmen für Automatisierungstechnik mit Sitz in Esslingen, hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Stellen in Deutschland abzubauen. Die Maßnahme ist Teil eines globalen Transformationsprogramms, das auf Wachstum und Effizienzsteigerung abzielt – angesichts anhaltender finanzieller Herausforderungen.

Das Unternehmen, das in Deutschland etwa 8.200 der weltweit 20.600 Beschäftigten zählt, nannte rückläufige Umsätze und zunehmenden Wettbewerb als Hauptgründe für die Entscheidung. Festo verzeichnete für 2025 einen Rückgang der Erlöse um 3,7 Prozent auf rund 3,33 Milliarden Euro. Damit ist es das dritte Jahr in Folge, in dem das Unternehmen einen Umsatzrückgang verzeichnet.

Unternehmenschef Thomas Böck betonte die Dringlichkeit des Handelns und erklärte: „Wir müssen jetzt handeln, solange wir noch aus einer Position der Stärke agieren können.“ Geplant ist eine Straffung der deutschen Standorte, um die notwendigen Veränderungen zu finanzieren. Laut Festo sei die Umstrukturierung entscheidend, um die Führungsrolle in den Bereichen Automatisierungstechnik und technische Bildung zu behaupten.

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Die Gewerkschaft IG Metall kritisierte die Stellenstreichungen jedoch scharf. Sie bezeichnete die Entscheidung als Fehler und warnte, dies könnte die industrielle Basis Deutschlands schwächen.

Festo ist spezialisiert auf industrielle Steuerungs- und Automatisierungstechnik und bietet unter anderem pneumatische Systeme, Softwarelösungen und KI-gestützte Anwendungen an. Als Gründe für den Personalabbau nannte das Unternehmen tiefgreifende Verschiebungen auf den globalen Märkten, wachsende Konkurrenz aus Asien sowie anhaltende geopolitische Instabilität.

Durch die Restrukturierung wird die Belegschaft in Deutschland um etwa 16 Prozent reduziert. Mit dem Transformationsprogramm will das Unternehmen seine Marktposition stärken. Die Ablehnung durch die Gewerkschaft unterstreicht indes die Sorgen um die Auswirkungen auf den deutschen Industriestandort.

Quelle