Flexo-Rufbus in Sickte gerettet: Rat beschließt Weiterführung trotz Haushaltsstreit
Friedrich-Wilhelm WerneckeFlexo-Rufbus in Sickte gerettet: Rat beschließt Weiterführung trotz Haushaltsstreit
Der Rufbus-Dienst Flexo in Sickte wird nach einer jüngsten Ratsentscheidung weitergeführt. Die Finanzierung des Angebots stand vor dem Aus, doch eine neue Vereinbarung sichert nun seinen Fortbestand. Ein Antrag der Grünen erhielt die nötige Unterstützung, um die Busse weiterfahren zu lassen.
Die Förderung des Flexo-Dienstes in den Samtgemeinden Cremlingen und Sickte im Landkreis Wolfenbüttel sollte eigentlich auslaufen. Während Cremlingen bereits zugesagt hatte, seinen finanziellen Beitrag aufrechtzuerhalten, hatte Sickte dies zunächst wegen Haushaltsbedenken abgelehnt.
Die Grünen-Fraktion im Rat von Sickte brachte daraufhin einen Antrag ein, um den Service zu retten. Ihr Vorhaben erhielt Rückendeckung von der SPD-Fraktion, sodass die Vorlage mit Mehrheit angenommen wurde. Christiane Wagner-Judith, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, erklärte, es gehe darum, dass Sickte einen angemessenen Anteil übernehme.
Bürgermeister Marco Kelb lehnte den Beschluss ab und verwies auf die finanzielle Belastung der Kommune. Trotz seiner Bedenken stimmte der Rat dem Antrag zu. Nach der neuen Regelung wird der jährliche Beitrag Sicktes ab 2027 auf 10.000 Euro gedeckelt.
Der Flexo-Busverkehr in Sickte bleibt damit erhalten. Die beschlossene Lösung begrenzt die finanzielle Belastung der Gemeinde, sichert aber gleichzeitig die wichtige Verkehrsverbindung. Die Entscheidung zeigt einen Kompromiss zwischen Dienstleistungserhalt und Kosteneffizienz.
