Freiburg baut Schutzzaun um Synagoge nach antisemitischen Bedrohungen
Friedrich-Wilhelm WerneckeFreiburg baut Schutzzaun um Synagoge nach antisemitischen Bedrohungen
Freiburg wird bald einen Schutzzaun um die Synagoge der Stadt errichten. Die Entscheidung folgt wiederholten Forderungen der Jüdischen Gemeinde, die Sicherheit angesichts zunehmender Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland zu verbessern. Das Vorhaben wird von lokalen Verantwortlichen und jüdischen Organisationen voll unterstützt.
Der Zaun wurde nach monatelanger Abstimmung zwischen der Stadt und der Jüdischen Gemeinde genehmigt. Sein Design wird transparent gestaltet, um den offenen Charakter des Platzes zu bewahren, und umfasst ein torförmiges Menora-Motiv als symbolischen Eingang. Zudem werden Grundsteine der ehemaligen Synagoge in die Konstruktion integriert, um einen würdigen Gedenkort zu schaffen.
Bürgermeister Martin Horn betonte, der Schutz jüdischen Lebens bleibe oberste Priorität. Die Jüdische Gemeinde begrüßte den Schritt als notwendige Maßnahme. Die Finanzierung des 120.000-Euro-Projekts übernimmt teilweise der Zentralrat der Juden in Deutschland mit einem Beitrag von 27.500 Euro, den Rest trägt die Stadt.
Die Planung und Umsetzung liegt in den Händen des Caritasverbandes Freiburg. Nach Fertigstellung soll der Zaun Gläubige und Besucher besser schützen, ohne die historische Bedeutung des Ortes zu beeinträchtigen.
Der neue Zaun vereint Sicherheitsaspekte mit dem Respekt vor dem Erbe der Synagoge. Seine Errichtung spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, antisemitischen Bedrohungen in der Region zu begegnen. Das Projekt soll unter der Aufsicht des Caritasverbandes zügig umgesetzt werden.






