10 May 2026, 08:25

Gasspeicher in Deutschland füllen sich schneller als erwartet – Entwarnung für die Versorgung

Eine Säulendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben für jedes Land.

Gasspeicher in Deutschland füllen sich schneller als erwartet – Entwarnung für die Versorgung

Deutschlands Gasspeicherstände steigen – Sorgen um Versorgung dämpfen sich

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Innerhalb von nur zwei Wochen sind die Gasspeicherstände in Deutschland um drei Prozentpunkte gestiegen und haben damit Bedenken hinsichtlich der Versorgung gemildert. Die Bundesnetzagentur hat nun Kritik an den als zu niedrig empfundenen Reserven zurückgewiesen und betont, dass die aktuellen Füllstände vorerst ausreichen.

Klaus Müller, Präsident der Behörde, räumte ein, dass es öffentliche Forderungen gebe, die Speicher bis Mitte Mai aufzufüllen. Ein solches Ziel sei jedoch weder wirtschaftlich sinnvoll noch technisch notwendig, so Müller. Zudem verwies er darauf, dass die intensive Beschäftigung mit den Gasspeichern, wie sie 2022 und 2023 zu beobachten war, heute nicht mehr dieselbe Dringlichkeit habe.

Eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit im vergangenen Winter spielten die vier deutschen Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee. Gemeinsam mit den großen Kavernenspeichern im Land könnten diese Anlagen bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen vollständig wiederbefüllt werden. Müller unterstrich, dass zwar weiterhin die Gasgroßhändler für die Versorgungssicherheit verantwortlich seien, es aber derzeit keinen Anlass zur Besorgnis gebe.

Laut Einschätzung der Bundesnetzagentur bieten die aktuellen Speicherstände und die vorhandene Infrastruktur ausreichend Flexibilität. Mit den LNG-Terminals und den verfügbaren Speicherkapazitäten bleibt die Gasversorgung Deutschlands vorerst stabil. Müllers Aussagen signalisieren Vertrauen in die Fähigkeit des Systems, die Nachfrage ohne überstürzte Maßnahmen zu decken.

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