Gefahrgut-Unfall auf der B312: 23 Tonnen Zinkoxid drohen auszulaufen
Friedrich-Wilhelm WerneckeGefahrgut-Unfall auf der B312: 23 Tonnen Zinkoxid drohen auszulaufen
Ein spanischer Sattelzug mit gefährlichen Gütern wurde bei einer Polizeikontrolle auf der B312 bei Biberach angehalten. Die Behörden entdeckten ein Leck in der Ladung, woraufhin ein Großeinsatz der örtlichen und werkseigenen Feuerwehr ausgelöst wurde. Betroffen waren 19 Großgebinde mit Zinkoxid, die insgesamt etwa 23 Tonnen wogen.
Der Lkw transportierte das Zinkoxid (UN-Nummer 3077) von Spanien nach Ungarn, als er zu einer Routinekontrolle herausgewinkt wurde. Nach der Feststellung des Lecks in den Behältern rückten Feuerwehrkräfte aus Biberach sowie eine Werkfeuerwehr an. Da sich der Vorfall in einem Naturschutzgebiet ereignete, konnte die gefährliche Fracht nicht vor Ort sicher entsorgt werden.
Stattdessen wurde das Fahrzeug unter Begleitung zur Werkfeuerwehr in Biberach gebracht, wo die Ladung entladen und eine Dekontamination durchgeführt wurde. Der Fahrer musste ein Bußgeld von 2.000 Euro für mangelnde Ladungssicherung zahlen und übernimmt zudem die Kosten des Einsatzes. Der Lkw durfte seine Fahrt gegen 13:45 Uhr fortsetzen.
Dieser Vorfall reiht sich in mindestens drei ähnliche Fälle der vergangenen zwei Jahre ein. Am 2. März 2026 wurde auf der A2 bei Bielefeld ein undichter Transport gestoppt. Zwei Wochen später traten auf der A1 bei Bremen Fässer mit Säure aus. Zuletzt war es am 24. März 2026 an einem Rastplatz an der A6 im Landkreis Roth zu einem Austritt gefährlicher Stoffe aus einem Lkw gekommen.
Dem Fahrer drohen nun neben den finanziellen Strafen weitere Kosten für den Einsatz. Zwar konnte der Lkw seine Route fortsetzen, doch der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken beim Transport gefährlicher Güter. Die Behörden überwachen solche Transporte weiterhin genau, um weitere Lecks zu verhindern.






