24 June 2026, 00:22

Gericht stoppt Spiegel-Berichte über Christian Ulmens Deepfake-Skandal

Ulmen triumphiert über 'Der Spiegel' vor Gericht

Gericht stoppt Spiegel-Berichte über Christian Ulmens Deepfake-Skandal

Ein deutsches Gericht hat eine einstweilige Verfügung gegen Der Spiegel im Zusammenhang mit dem Deepfake-Skandal um den Schauspieler Christian Ulmen erlassen. Das Urteil untersagt dem Magazin, bestimmte Vorwürfe zu verbreiten, wonach Ulmen mit künstlicher Intelligenz erzeugte Pornografie mit seiner Ex-Frau erstellt und weitergegeben haben soll.

Der Streit begann im April, als Ulmen erstmals gegen Der Spiegel klagte, weil das Magazin über die Deepfake-Vorwürfe berichtet hatte. Im Mai hatte das Landgericht Hamburg zunächst entschieden, dass die Berichterstattung rechtlich zulässig sei. Nun hat jedoch das Hanseatische Oberlandesgericht Der Spiegel untersagt, die Behauptung zu wiederholen, Ulmen habe die gefälschten Inhalte produziert und verbreitet.

Das Gericht sah keine ausreichenden Beweise für diese konkreten Vorwürfe. Zudem verbot es die Veröffentlichung von Zitaten aus einer privaten E-Mail, die Ulmen an seinen Verteidigungskanzlei geschickt hatte, da diese als Teil seines geschützten Privatlebens eingestuft wurden.

Die Schauspielerin Collien Fernandes, Ulmens Ex-Frau, wirft ihm vor, die Deepfake-Videos angefertigt und unter ihrem Namen gefälschte Social-Media-Profile eingerichtet zu haben. Sie behauptet zudem, er habe sich in Telefonaten als sie ausgegeben und mit anderen Männern sexuelle Gespräche geführt. Das Magazin darf weiterhin über ihren separaten Vorwurf der körperlichen Gewalt gegen Ulmen berichten.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt derzeit gegen Ulmen wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt. Das Urteil ist auch für seine Kanzlei Schertz-Bergmann von Bedeutung, die argumentiert, dass die ursprüngliche Berichterstattung von Der Spiegel eine übermäßige Folgeberichterstattung und öffentliche Debatte ausgelöst habe.

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Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat angekündigt, das Strafrecht gegen nicht einvernehmliche sexualisierte Deepfakes und digitale sexualisierte Gewalt zu verschärfen. Die Gerichtsentscheidung schränkt Der Spiegel zwar bei der Veröffentlichung bestimmter Vorwürfe ein, erlaubt dem Magazin jedoch, über andere Aspekte des Falls zu berichten.

Quelle