29 June 2026, 12:41

Gipsabbau in Altertheim: Knaufs Pläne spalten Region und Politik

Hürde genommen auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk

Gipsabbau in Altertheim: Knaufs Pläne spalten Region und Politik

Die Regierung Unterfrankens hat die Pläne des Konzerns Knauf zur Gipsabbau in der Nähe von Altertheim geprüft. Das Vorhaben hat eine Debatte über mögliche Auswirkungen auf die lokale Trinkwasserversorgung ausgelöst. In einer öffentlichen Anhörung gingen tausende Einwände ein, zudem unterzeichneten über 5.600 Menschen eine Online-Petition.

Knauf plant, in der Region 50 Jahre lang unterirdische Gipsvorkommen abzubauen. Das Unternehmen strebt eine jährliche Förderung von einer Million Tonnen an. Die Würzburger Regierung kam zu dem Schluss, dass die Risiken beherrschbar sind – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen erfüllt.

Die Behörden betonten die Bedeutung des Gebiets für die Trinkwasserversorgung Würzburgs. Ein Restrisiko bleibe zwar bestehen, doch bei einem Absinken des Grundwasserspiegels müsste der Abbau gestoppt werden. Die Einschätzung der Regierung fand Rückhalt bei Knauf, das sich als verantwortungsvoller Nachbar positionierte.

Während des Planfeststellungsverfahrens wurden 79 öffentliche Stellen angehört. Mehr als 4.300 Bürgerbeschwerden wurden geprüft. Der Grünen-Politiker Patrick Friedl kritisierte die Bewertung und warf ihr vor, die Gefahren für die Wasserversorgung zu unterschätzen.

Die letzte Entscheidung trifft das Bergamt Nordbayern. Ein Beschluss wird bis Jahresende erwartet. Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, ob strenge Umwelt- und Betriebsauflagen erfüllt werden. Das Urteil der Bergbehörde wird entscheiden, ob der Abbau beginnen kann. Die lokale Wasserversorgung und die Sorgen der Anwohner bleiben zentraler Bestandteil der Diskussion.

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