Göppingen reformiert städtische Unternehmen – was sich 2027 ändert
Friedrich-Wilhelm WerneckeGöppingen reformiert städtische Unternehmen – was sich 2027 ändert
Der Gemeinderat von Göppingen hat eine umfassende Reform der städtischen Unternehmen beschlossen. Die Änderungen treten im Januar 2027 in Kraft und verändern grundlegend, wie zentrale Dienstleistungen organisiert werden. Die Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze – Entlassungen sind nicht vorgesehen.
Bis Ende des Jahres werden zwei Einrichtungen geschlossen: Die Baulandentwicklung Göppingen (BEG) wird aufgelöst, ihre Aufgaben gehen auf das städtische Bauamt über. Die Stadtentwässerung Göppingen (SEG) wird in die Stadtwerke Göppingen (SWG) integriert, um Abwasser- und Wasserdienstleistungen effizienter zu bündeln.
Auch das Parkraummanagement wird künftig als eigenständiger Bereich bei der SWG angesiedelt. Die Wohnbau Göppingen GmbH und die Business-Park Göppingen GmbH werden hingegen enger in den Bereichen Wohnungsbau und Gewerbeflächen zusammenarbeiten. Die Stadthalle bleibt weiterhin in direkter kommunaler Verantwortung.
Die Umstrukturierung ist Teil von NewOrg 2024, einer umfassenden Verwaltungsreform der Stadt. Langfristig rechnet die Verwaltung mit jährlichen Einsparungen im hohen sechsstelligen Bereich, sobald die Maßnahmen vollständig greifen.
Die Stadtwerke Göppingen verzeichnen seit Jahren ein stetiges Wachstum. Zwischen 2021 und 2025 stieg der Umsatz jährlich um 4 bis 6 Prozent – angetrieben vor allem durch Projekte im Bereich erneuerbare Energien. Dazu zählen ein großer Solarpark (2023) und ein Wasserstoff-Pilotprojekt (2024). Eine 2022 geschlossene Partnerschaft mit EnBW stärkte zudem die Netzinfrastruktur, größere Fusionen gab es jedoch nicht.
Das neue System soll Anfang 2027 an den Start gehen. Alle Beschäftigten bleiben unter ihren bisherigen Verträgen beschäftigt, um Kontinuität zu gewährleisten. Die Stadt erwartet durch die Zusammenlegung der Dienstleistungen langfristig deutliche Effizienzgewinne.






