Grönemeyer erhält Nationalpreis – und kritisiert Politik scharf in seiner Rede
Mustafa TröstGrönemeyer erhält Nationalpreis – und kritisiert Politik scharf in seiner Rede
Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Der 70-jährige Musiker nutzte seine Dankesrede, um die politische Kommunikation zu kritisieren und zu mehr bürgerlichem Einsatz aufzurufen.
Die Deutsche Nationalstiftung verleiht die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung jährlich an Persönlichkeiten, die die demokratische Gesellschaft stärken. Grönemeyer wurde für sein Wirken zur Förderung des sozialen Zusammenhalts geehrt.
In seiner Rede warf er Politikern vor, in den vergangenen zwei Jahrzehnten versagt zu haben, wenn es um klare Kommunikation mit der Bevölkerung ging. Besonders Kanzler Merkel und Scholz kritisierte er für mangelnde Transparenz. Die aktuelle Ampelkoalition verglich er in ihrer Kommunikationspolitik mit einem chaotischen Verkehrslicht.
Grönemeyer lehnte zudem eine Zukunftsangst ab. Stattdessen rief er die Bürger dazu auf, selbst aktiv zu werden und eine Bewegung zu schaffen, in der Menschen einander unterstützen. Als Beispiel für gelungene Zusammenarbeit nannte er die Fußballer Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović, die auf dem Platz als Team agieren. Zudem erinnerte er an die Solidarität im Jahr 2015, als Deutsche Geflüchtete in ihren Häusern aufnahmen.
Seine Rede unterstrich die Notwendigkeit eines besseren politischen Dialogs und gemeinsamer Verantwortung. Sein Appell für eine von Bürgern getragene Bewegung spiegelt die Werte wider, für die der Nationalpreis steht.






