Grüne in Rheinland-Pfalz verlieren Regierungsmacht nach 15 Jahren
Friedrich-Wilhelm WerneckeGrüne in Rheinland-Pfalz verlieren Regierungsmacht nach 15 Jahren
Die Grünen in Rheinland-Pfalz rutschen auf 7,9 Prozent ab – nach 15 Jahren endet die Regierungsbeteiligung
Bei der Landtagswahl im März sind die Grünen in Rheinland-Pfalz auf 7,9 Prozent der Stimmen abgefallen und scheiden damit nach 15 Jahren aus der Regierung aus. Die Partei wechselt in die Opposition. Spitzenkandidatin Katrin Eder zeigte sich dennoch stolz auf das Ergebnis und kündigte an, künftig „aus der Opposition heraus voranzugehen“.
Im Wahlkampf hatte Eder vor allem auf Klimaschutz und die Abwehr der rechtsextremen AfD gesetzt. Trotz ihrer Bemühungen verlor die Partei im Vergleich zur vorherigen Wahl 1,4 Prozentpunkte. Nun bereiten sich die Grünen auf ihre neue Rolle vor: Eder wird die Fraktion im Mainzer Landtag führen.
Neuer Vorstand: Erstmals rein weibliche Führung Die Partei hat zudem ihren Landesvorstand neu aufgestellt – erstmals besteht dieser ausschließlich aus Frauen. Carolin Cloos aus Worms setzte sich mit 72,28 Prozent der Stimmen als eine der beiden neuen Co-Vorsitzenden durch. An ihrer Seite wird die 33-jährige Mainzer Grüne Christin Sauer das Amt übernehmen, die 63,37 Prozent der Stimmen erhielt.
Neustart in der Opposition: Mehr Bürgerdialog, Klimaschutz bleibt zentral Für die Zukunft planen die Grünen, stärker auf die Bevölkerung zuzugehen. Künftig wollen sie zunächst genau zuhören, bevor sie politische Antworten und Konzepte entwickeln.
Mit Eder an der Fraktionsspitze und einem frisch gewählten, rein weiblichen Führungsduo startet die Partei nun eine neue Phase in der Opposition. Geplant sind eine intensivere Bürgerbeteiligung sowie ein konsequentes Weiterverfolgen der Klimapolitik.






