Grünes Licht für 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung zwischen Meißenheim und Ringsheim
Friedrich-Wilhelm WerneckeGrünes Licht für 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung zwischen Meißenheim und Ringsheim
Der Regionalrat Freiburg hat den Bau eines neuen 380-Kilovolt-Höchstspannungsabschnitts zwischen Meißenheim und Ringsheim genehmigt. Diese Entscheidung stellt einen wichtigen Meilenstein im Projekt „Netzverstärkung Oberrheintal“ dar, einem zentralen Infrastrukturvorhaben des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW.
Die Planfeststellung für den rund 19 Kilometer langen Abschnitt im Ortenaukreis erfolgte am 11. Juni 2026. Die neue Leitung wird durch Meißenheim, Schwanau, Kappel-Grafenhausen, Rust und Ringsheim verlaufen.
Im Rahmen des Projekts werden 56 neue Strommasten errichtet. Gleichzeitig wird eine bestehende 220-Kilovolt-Leitung mit 61 Masten zurückgebaut. Die neue Trasse bleibt innerhalb des bestehenden Leitungs korridors und verläuft größtenteils parallel zu den vorhandenen Leitungen, um die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten.
Ursprünglich sollte das Genehmigungsverfahren den gesamten Abschnitt bis zum Umspannwerk Eichstetten umfassen. Aufgrund ungelöster Fragen im südlichen Bereich wurde das Verfahren jedoch aufgeteilt. Zudem sind ökologische Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen, um die Eingriffe in Natur und Landschaft zu kompensieren.
Der genehmigte Abschnitt ist Teil der übergeordneten „Netzverstärkung Oberrheintal“, einer rund 120 Kilometer langen Leitungsverbindung. Die neue Infrastruktur ersetzt veraltete Leitungen und erhöht die Übertragungskapazität in der Region. Mit der Genehmigung können nun Bauarbeiten und ökologische Maßnahmen umgesetzt werden.






