29 June 2026, 10:22

Hertha BSC kämpft um Neuaufbau nach Spielerverkäufen und Teambuilding-Seminar

Herthas Ziele: Nachhaltige Strukturen statt Aufstiegsträume

Hertha BSC kämpft um Neuaufbau nach Spielerverkäufen und Teambuilding-Seminar

Hertha BSC durchlebt einen schwierigen Sommer: Finanzielle Zwänge zwingen den Verein zum Verkauf wichtiger Leistungsträger. Vor dem Start der neuen Saison veranstaltete der Klub kürzlich ein zweitägiges Teambuilding-Seminar, um die Mannschaft auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Unter der Leitung von Trainer Stefan Leitl sollte das Event den Fokus und die Moral der Spieler neu ausrichten.

Der Berliner Traditionsverein trennte sich in den vergangenen Wochen von mehreren Schlüsselspielern, darunter Fabian Reese, Kennet Eichhorn und Michael Cuisance. Die Transfers brachten Hertha einen zweistelligen Millionenbetrag ein und entlasteten die angespannte Haushaltslage zumindest teilweise. Dennoch bleibt die Situation prekär: Weitere Akteure drängen auf einen Wechsel, während andere Spieler das Interesse von Konkurrenten wecken.

Beim Rückzug im brandenburgischen Kienbaum arbeitete Leitl daran, eine positive Grundhaltung zu schaffen und erste interne Ziele zu stecken. Zudem wurden die Rollenverteilungen für die anstehende Saison neu diskutiert. Sportgeschäftsführer Peter Görlich hatte zuvor noch den Wettbewerb mit Union Berlin beschworen – doch der direkte Wiederaufstieg steht in dieser Spielzeit nicht im Mittelpunkt.

Stattdessen will Hertha BSC langfristige Strukturen aufbauen, um nachhaltigen Erfolg zu ermöglichen. Konkrete Saisonziele sollen zunächst intern abgestimmt werden, bevor sie öffentlich kommuniziert werden. Durch die Spielerverkäufe hat der Verein dringend benötigte finanzielle Mittel gesichert. Das Seminar markierte den Auftakt eines Umstrukturierungsprozesses unter Leitls Führung. Die finalen Saisonvorgaben werden bekannt gegeben, sobald die internen Beratungen abgeschlossen sind.

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