07 June 2026, 10:25

Industrie im Zentralen Niederrhein bricht 2026 um fast zehn Prozent ein

IHK-Analyse        Zukunft als Industriestandort

Industrie im Zentralen Niederrhein bricht 2026 um fast zehn Prozent ein

Industrielle Umsätze im Zentralen Niederrhein brechen 2026 stark ein

Zu Beginn des Jahres 2026 sind die industriellen Umsätze in der Region Zentraler Niederrhein drastisch gesunken. Mit einem Rückgang von 9,9 Prozent lag die Region deutlich über dem Landesdurchschnitt von 3,1 Prozent – ein alarmierendes Signal für die wirtschaftliche Stabilität vor Ort. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK, fordert nun entschlossene Maßnahmen zur Stärkung der deutschen Industrie.

Das erste Quartal 2026 brachte in allen industriellen Branchen der Region nur schwaches Wachstum. Die Exportumsätze brachen um 11,0 Prozent ein, die Inlandsumsätze gingen um 8,4 Prozent zurück. Besonders betroffen waren die Chemieindustrie mit einem Minus von 17,0 Prozent und der Maschinenbau, der sogar 20,8 Prozent verlor.

Im Kreis Viersen sanken die industriellen Gesamtumsätze um 5,0 Prozent. Am stärksten litt die Nahrungs- und Genussmittelbranche mit einem Rückgang von 11,9 Prozent, während die Metallherstellung und -verarbeitung ein leichtes Plus von 1 Prozent verzeichnete.

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Steinmetz betonte die Dringlichkeit von Sofortmaßnahmen, insbesondere für energieintensive Industrien. Er forderte schnelle Entlastungen und klarere Planungen für die Energieinfrastruktur. Gleichzeitig lobte er das Bundesministerium für Bildung und Forschung für seine Hochtechnologie-Strategie, die er als Schritt in die richtige Richtung bezeichnete. Die Umsetzung dieser Pläne durch die Regierung werde seiner Ansicht nach eine Schlüsselrolle für die Zukunft der deutschen Industrie spielen.

Über kurzfristige Lösungen hinaus mahnte Steinmetz eine stärkere Ausrichtung auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands an. Ohne diese drohten die industriellen Probleme der Region noch tiefer zu werden, warnte er.

Die aktuelle Schwächephase der Industrie im Zentralen Niederrhein stellt Unternehmen vor zunehmende Herausforderungen. Da sowohl Exporte als auch die Binnennachfrage nachgeben, hängt die wirtschaftliche Perspektive der Region nun von politischer Unterstützung und gezielten Entlastungen ab. Steinmetz’ Appell setzt die Verantwortlichen unter Zugzwang, schnell zu handeln.

Quelle