01 May 2026, 10:33

KI optimiert Ampeln: Weniger Wartezeiten, mehr Sicherheit für Fußgänger in Potsdam

Gruppe von Menschen, die eine Straße an einer Ampel überqueren, mit einem Bus auf der linken Seite, Fahrzeugen auf der Straße, Verkehrssignalen, Laternenmasten, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

KI optimiert Ampeln: Weniger Wartezeiten, mehr Sicherheit für Fußgänger in Potsdam

Ein neues KI-gesteuertes Verkehrssystem revolutioniert Ampeln in Deutschland

Ein vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Unternehmen Vitronic entwickeltes Projekt namens LTSA nutzt Echtzeitdaten, um Fußgänger- und Fahrzeugströme an Kreuzungen effizienter zu steuern. Die Technologie könnte den Straßenverkehr im ganzen Land bald grundlegend verändern.

Erstmals erprobt wurde das LTSA+-System im Frühling 2026 an einer Kreuzung in Potsdam. Unter der Leitung von Tobias Hesse, dem Leiter des DLR-Instituts für Verkehrssystemtechnik, soll das Projekt Ampeln intelligenter machen. Statt starrer Taktungen passt die KI die Schaltphasen dynamisch an das aktuelle Fußgängeraufkommen an.

Ein zentrales Merkmal ist die Fähigkeit, Grünphasen für Fußgänger zu überspringen, wenn niemand wartet. Dadurch verringern sich unnötige Wartezeiten für Autofahrer, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Das System erkennt zudem langsamere Fußgänger oder Menschen mit Behinderungen und räumt ihnen bei Bedarf zusätzliche Überquerungszeit ein.

Datenschutz hat dabei höchste Priorität: Die KI analysiert Verkehrsobjekte, ohne persönliche Daten zu speichern. Zudem wird eine vierte Ampelfarbe erprobt, die speziell die Kommunikation mit autonom fahrenden Autos verbessern soll.

Die Technologie ist mit fast allen bestehenden Ampelanlagen kompatibel. Kommunen können das System zudem anpassen, um bestimmte Verkehrsmittel wie Busse oder Fahrräder zu bevorzugen.

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Der Potsdamer Testlauf markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer intelligenteren Stadtverkehrssteuerung. Durch kürzere Wartezeiten und mehr Sicherheit für Fußgänger könnte LTSA bald zum Standard in deutschen Städten werden. Weitere Tests sollen zeigen, wie nachhaltig sich die Technologie auf die Verkehrseffizienz und Barrierefreiheit auswirkt.

Quelle