Koblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs tritt überraschend nach sieben Jahren zurück
Friedrich-Wilhelm WerneckeKoblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs tritt überraschend nach sieben Jahren zurück
Koblenzer Oberbürgermeisterin Ulrike Mohrs tritt nach siebenhalb Jahren im Amt zurück. Sie verzichtet auf eine erneute Kandidatur und übernimmt bald eine neue Position. Eine offizielle Verabschiedung im Stadtrat ist für den 25. Juni geplant.
Während ihrer Amtszeit führte Ulrike Mohrs Koblenz durch bedeutende Herausforderungen, darunter die COVID-19-Pandemie, die Flutkatastrophe im Ahrtal sowie die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Zudem setzte sie sich für Geflüchtete ein und gründete das Lotsenhaus International als Willkommenszentrum.
In ihrer Zeit als Oberbürgermeisterin wurden mehrere zentrale Projekte abgeschlossen, etwa die Eröffnung der Feuerwachen 2 und 3, die Sanierung des Oberwerther Freibads sowie die Modernisierung der Sportanlage im Stadtteil Schmitzers Wiese. Bei der Verabschiedungsfeier im Rathaus trat die städtische Musikschule mit einem musikalischen Beitrag auf.
Oberbürgermeister David Langner würdigte Mohrs als eine dynamische Führungspersönlichkeit, die die Stadt geprägt habe. In ihrer Abschiedsrede betonte sie gesellschaftlichen Zusammenhalt, evidenzbasierte Entscheidungsfindung und einen respektvollen Dialog als zentrale Werte. Am 1. Juli übernimmt sie die Leitung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz/Saarland der Bundesagentur für Arbeit. Ihre Nachfolgerin als Oberbürgermeisterin wird Dr. Dagmar Kranz (CDU), die im selben Monat ihr Amt antritt.
Ulrike Mohrs verlässt das Rathaus nach einer von Krisen und bedeutenden Erfolgen geprägten Amtszeit. Ihr Abschied ebnet den Weg für Dr. Dagmar Kranz, die als neue Koblenzer Oberbürgermeisterin folgt. Mohrs selbst wechselt in eine Führungsposition bei der Bundesagentur für Arbeit.






