13 June 2026, 22:21

La Scala erhöht Preise für Top-Plätze – Proteste der "Loggionisti" folgen

Proteste gegen Preiserhöhungen im Scala

La Scala erhöht Preise für Top-Plätze – Proteste der "Loggionisti" folgen

Mails La Scala erhöht Preise für Spitzenplätze um über 30 Prozent

Das Mailänder Opernhaus La Scala hat die Ticketpreise für 36 Premiumplätze um mehr als 30 Prozent angehoben. Die Maßnahme hat Stammgäste verärgert – vor allem die sogenannten „Loggionisti“, die traditionell die oberen Ränge besetzen. Bei einer jüngsten Aufführung von Verdis „Carmen“ kam es zu Protesten, bei denen Flugblätter ins Publikum geworfen wurden.

Die Preiserhöhungen markieren die erste Anpassung seit einem Jahrzehnt. Die Leitung betont, dass es unter der Amtszeit von Intendant Fortunato Ortombina keine weiteren Steigerungen geben werde. Im Schnitt fallen die Erhöhungen moderat aus: Die Preise für Stehplätze im Rang steigen von 45,56 Euro in der Spielzeit 2025–26 auf 46,94 Euro im Folgejahr – ein Plus von nur 1,48 Euro. Allerdings sind einige Abonnements von 800 auf 1.050 Euro gestiegen.

Die Führung der Scala argumentiert, dass nur eine geringe Anzahl an Plätzen betroffen sei. Zudem verweist sie darauf, dass das Haus ohnehin bereits die höchsten Ticketpreise Europas habe – übertroffen nur vom Salzburger Festspiele. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Oper trotz eines Überschusses wirtschaftet. Als Gründe für die Anpassung werden gestiegene Kosten durch Tarifverhandlungen und die Verlegung von Werkstätten genannt.

Die Preiserhöhungen stoßen bei treuen Besuchern auf scharfe Kritik. Die Leitung der Scala hält die Anpassungen für notwendig und begrenzt. Angesichts der finanziellen Lage des Hauses und künftiger Pläne wird das Thema voraussichtlich weiter für Diskussionen sorgen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle