Länder fordern nationales Materiallager nach Berlin-Blackout im Januar
Nuray PlathLänder fordern nationales Materiallager nach Berlin-Blackout im Januar
Innenminister der Länder schlagen nationales Lager für Bau- und Reparaturmaterialien vor
Der Vorstoß erfolgt nach einem schweren Stromausfall in Berlin Anfang dieses Jahres, der tausende Haushalte tagelang ohne Elektrizität zurückließ. Ziel des Plans ist es, die kritische Infrastruktur vor künftigen Angriffen besser zu schützen.
Im Januar hatten Saboteure die Stromversorgung der Hauptstadt angegriffen und so flächendeckende Blackouts ausgelöst. Der Vorfall legte Schwächen bei der Bewältigung solcher Störungen offen. Nun wollen die Landesbehörden einen strategischen Vorrat an lebenswichtigen Komponenten für die Stromnetze aufbauen.
Das Lager soll unter anderem Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen, Spezialkabel und Schutzsysteme umfassen – allesamt unverzichtbare Teile für schnelle Reparaturen nach Schäden an Energienetzen. Zudem fordern die Minister bundesweite Regelungen, um Genehmigungen für den Transport schwerer Geräte in Notfällen zu beschleunigen.
Die geplante Reserve soll Reparaturzeiten verkürzen und Lieferkettenrisiken verringern. Im Falle von Angriffen auf zentrale Systeme könnte so die Stromversorgung rascher wiederhergestellt werden. Die Länder warten nun auf Unterstützung des Bundes, um das Vorhaben umzusetzen.






