Linkspartei unter Druck: Jugendverband mit antisemitischen und stalinistischen Äußerungen
Nuray PlathLinkspartei unter Druck: Jugendverband mit antisemitischen und stalinistischen Äußerungen
Die Linkspartei steht nach umstrittenen Äußerungen von Mitgliedern ihres Jugendverbandes Linksjugend [’solid] unter massivem Druck. Zu den provokanten Aussagen zählten antisemitische Kommentare über Israel sowie die Verherrlichung historischer Figuren wie Josef Stalin und Mao Zedong. Die Parteiführung distanzierte sich umgehend von den Vorfällen.
Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hatten Mitglieder der Linksjugend [’solid] ein Bild der israelischen Flagge mit dem Spruch „Tod Israel“ veröffentlicht. Zudem lobten sie in einem internen Forum Stalin, Mao und die ehemalige DDR. Die Vorfälle lösten innerhalb der Partei scharfe Kritik aus.
Die Berliner Landesvorsitzenden der Linken, Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer, forderten Konsequenzen wegen der antisemitischen Äußerungen. Der Fraktionschef in Thüringen, Christian Schaft, verlangte eine klare Verurteilung der Aussagen auf dem Bundesparteitag. Auch die Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner und weitere Landespolitiker zeigten sich empört.
Die Parteispitze verurteilte die Aussagen und betonte erneut ihre Ablehnung von Stalinismus, DDR-Nostalgie und Antisemitismus. Auch die Linksjugend [’solid] selbst distanzierte sich von den Vorfällen. Die Partei leitete nun Untersuchungen ein und drängt auf Konsequenzen.
Der Jugendverband mit rund 14.300 aktiven Mitgliedern war bereits früher wegen ähnlicher Aussagen in die Kritik geraten. Die Linke bekräftigte ihren Bruch mit dem Stalinismus sowie ihre Haltung gegen antisemitische und unmenschliche Positionen. Die Aufklärung der jüngsten Vorfälle läuft noch.






