Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Diskriminierung und Hass
Corinna SchinkeMarzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Diskriminierung und Hass
Marzahn Pride kehrt in diesem Jahr mit einer klaren Botschaft zurück: „Sichtbarkeit ist Widerstand“
Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung will auf die Diskriminierung aufmerksam machen, der queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk ausgesetzt sind. Trotz früherer Drohungen gebe es bisher keine konkreten Hinweise auf eine rechtsextreme Mobilisierung gegen den Umzug, berichten die Organisator:innen.
Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Vanessa Krah, Queer-Beauftragte von Marzahn, und Gordon Lemm werden die Eröffnungsreden halten. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest mit Konzerten, DJs, Streetfood und weiteren Angeboten.
2022 sah sich der Marzahn Pride mit Bedrohungen durch die neonazistische Gruppe „Deutsche Jugend Voran“ konfrontiert. Im Vorjahr wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen gestört. Die Berliner Meldestelle für diskriminierende Vorfälle verzeichnet zwar einen Anstieg rechtsextremer Propaganda in Marzahn, doch bisher gebe es keine aktiven Gegenproteste gegen die diesjährige Veranstaltung.
Der Marzahn Pride will queeren Communities einen sicheren Raum bieten und gleichzeitig auf anhaltende Herausforderungen hinweisen. Die Veranstaltung findet wie geplant statt, wobei Organisator:innen und lokale Behörden wachsam bleiben. Mit dem Fokus auf Sichtbarkeit soll Diskriminierung entgegengewirkt und die Solidarität im Bezirk gestärkt werden.






