Massive Jobverluste drohen bei der SWEG in Baden-Württemberg bis Jahresende
Corinna SchinkeMassive Jobverluste drohen bei der SWEG in Baden-Württemberg bis Jahresende
Bis Jahresende stehen im Busverkehr Baden-Württembergs tiefgreifende Veränderungen bevor. Im Zuge eines Umstrukturierungsplans könnten rund 500 Mitarbeiter der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) ihren Arbeitsplatz verlieren. Betroffen sind unter anderem die Standorte Weil am Rhein, Wiesloch und Offenburg.
Die Entlassungen folgen auf die Neuausschreibung von Buslinienbündeln, die bisher von der SWEG betrieben wurden. Das Unternehmen plant nun, an mehreren Standorten Personal abzubauen und die Betriebsabläufe in neu gegründete Tochtergesellschaften zu verlagern. Von der Entlassung bedrohte Beschäftigte müssen sich möglicherweise im neuen System erneut auf ihre eigenen Stellen bewerben.
Durch die Neuregelung drohen Fahrern der Verlust tariflicher Ansprüche, darunter betriebliche Altersvorsorgeleistungen. Die Gewerkschaft ver.di warnt, dass Gewerkschaftsmitglieder und Betriebsratsvertreter bei künftigen Einstellungen benachteiligt werden könnten. Sie fordert zudem einen Sozialtarifvertrag sowie eine Übergangslohnvereinbarung, um die Beschäftigten während des Umbruchs abzusichern.
Bestehende Betriebsstätten könnten aufgrund der Umstrukturierung eingeschränkt oder sogar vollständig geschlossen werden. Die Änderungen sollen noch vor Jahresende vollständig in Kraft treten. Mitarbeiter und Gewerkschaften setzen sich für Schutzmaßnahmen ein, um die Folgen für die Belegschaft zu begrenzen.






