09 June 2026, 22:30

Mitteldeutschland-Verbindung: Bauverzögerungen und Milliardenlücke gefährden Schienenprojekt

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Verbindung: Bauverzögerungen und Milliardenlücke gefährden Schienenprojekt

Die BSW-Landesgruppe in Thüringen fordert schnellere Fortschritte beim Ausbau der Mitteldeutschland-Verbindung. Die Strecke sei entscheidend, um die Anbindung zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland zu verbessern, argumentiert die Gruppe. Doch Bauverzögerungen und Finanzierungslücken blockieren das Projekt weiterhin.

Der geplante Baubeginn wurde inzwischen auf 2028 verschoben, die vollständige Elektrifizierung wird frühestens 2032 erwartet. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits in diesem Jahr starten, doch bisher gab es keine Fortschritte. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Vorhaben bereitstehen.

Die BSW bezeichnet die Mitteldeutschland-Verbindung als „eine der wichtigsten Schienenachsen für Thüringen“. Nach Fertigstellung werde sie schnellere Fernverkehrsverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und ins Ruhrgebiet ermöglichen. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Gruppe, drängt auf sofortige Maßnahmen zur Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Zudem fordert er den teilweisen zweigleisigen Ausbau, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Trotz der Dringlichkeit bleibt die Finanzierung das größte Hindernis. Für verschiedene Schienenprojekte bis 2029 – darunter den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz der Mitteldeutschland-Strecke – fehlen noch rund 2 Milliarden Euro. Allein dieser Teil soll 544 Millionen Euro kosten. Die BSW verlangt nun höhere Bundesmittel, um das Projekt voranzubringen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung drohen der Mitteldeutschland-Verbindung weitere Verzögerungen. Die BSW betont, dass eine zügige Elektrifizierung und der Ausbau unverzichtbar seien, um die Schienenanbindung in der Region zu stärken. Solange die Finanzierung nicht gesichert ist, bleibt die Zukunft des Projekts ungewiss.

Quelle