09 June 2026, 08:24

Mittelstand fühlt sich von Merz' Wirtschaftsgipfel bewusst ausgeschlossen

BVMW-Präsident Ahlhaus: KMUs fühlen sich bei Wirtschaftsgipfel im Kanzleramt übergangen

Mittelstand fühlt sich von Merz' Wirtschaftsgipfel bewusst ausgeschlossen

Deutschlands Mittelstand wirft der Koalitionsregierung vor, ihn von einem entscheidenden Wirtschaftsgipfel auszuschließen. Das Treffen, das in der Villa Borsig stattfinden soll, zählt zu den wichtigsten Zusammenkünften dieser Legislaturperiode. Unternehmensvertreter kritisieren, dass ihre Ausgrenzung Reformen zugunsten großer Konzerne verzerren könnte – auf Kosten kleinerer und mittlerer Betriebe.

Vertreter des Bundesverbands Mittlerer Wirtschaft (BVMW) und zehn weiterer Branchenverbände haben sich gegen den anstehenden Gipfel ausgesprochen. Sie werfen der von Bundeskanzler Friedrich Merz ausgerichteten Veranstaltung vor, sich zu einseitig auf Großindustrie zu konzentrieren. Damit werde die Vielfalt der deutschen Wirtschaftslandschaft nicht abgebildet, so die Kritik.

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Christoph Ahlhaus, Hauptgeschäftsführer des BVMW, übt scharfe Kritik an der Regierung. Er warnt davor, frühere Fehler – wie das gescheiterte 1.000-Euro-Bonusprogramm – zu wiederholen. Ahlhaus betont, dass etwaige Beschlüsse die realen Herausforderungen des Mittelstands berücksichtigen müssten.

In einer gemeinsamen Erklärung verweisen die Unterzeichner zudem auf unerfüllte Forderungen: weniger Bürokratie, eine Reform der Einkommensteuer und flexiblere Arbeitsgesetze. Sie fordern einen offenen, praxisnahen Wirtschaftsdialog. Ohne diesen drohten Entscheidungen, die die Bedürfnisse des Mittelstands ignorieren.

Die Kritik kommt kurz vor Beginn des Gipfels – während zentrale Stimmen der Wirtschaft weiterhin ungehört bleiben. Die Fixierung der Regierung auf die Großindustrie lässt viele Mittelständler besorgt zurück. Sie bestehen darauf, dass echte Reformen ihren Input einbeziehen müssen, um die tatsächliche Struktur der deutschen Wirtschaft widerzuspiegeln.

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