07 June 2026, 04:24

Mönchengladbach trotzt bundesweitem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordzahlen

Wohnungsbau in NRW bricht ein    Moenchengladbach baut mehr Wohnungen

Mönchengladbach trotzt bundesweitem Wohnungsbau-Rückgang mit Rekordzahlen

Mönchengladbach verzeichnet einen deutlichen Anstieg im Wohnungsbau und setzt damit dem bundesweiten Rückgang ein positives Zeichen entgegen. Im Jahr 2025 wurden in der Stadt 758 Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Verantwortliche führen diesen Aufschwung auf langfristige Planung und massive Investitionen in bezahlbaren Wohnraum zurück.

Der Schub begann 2023 mit einer Kapitalzufuhr von 43 Millionen Euro für das städtische Wohnungsbauunternehmen WohnBau. Die Mittel sollten den Erhalt bezahlbarer Wohnungen sichern, die Barrierefreiheit verbessern und innerstädtische Viertel wiederbeleben. Bereits 2024 hatte Mönchengladbach 274 Prozent seines Budgets für den sozialen Wohnungsbau ausgeschöpft – ein markanter Anstieg im Vergleich zu nur fünf Prozent im Jahr 2021.

2025 bewilligte die Stadt weitere Subventionen in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 neue Wohneinheiten, fast auf dem Niveau des Vorjahresrekords. Mit einer Bauquote von 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner belegte Mönchengladbach unter den kreisfreien Städten Platz drei – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Oberbürgermeister Felix Heinrichs nannte die kontinuierliche Stadtentwicklung und gezielte politische Maßnahmen als entscheidende Erfolgsfaktoren.

Währenddessen entwickelte sich die Situation in Nordrhein-Westfalen gegenteilig. Im Jahr 2025 wurden landesweit 37.185 Wohnungen fertiggestellt, ein Rückgang um 9,4 Prozent gegenüber 2024 und der niedrigste Stand seit 14 Jahren. Steigende Kreditzinsen, explodierende Baukosten und weniger Baugenehmigungen trieben den Rückgang voran. Die Bauquote sank auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner.

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Mönchengladbachs Wohnungsbauboom hebt sich damit deutlich von den branchenweiten Schwierigkeiten ab. Mit 758 neuen Wohnungen im Jahr 2025 und anhaltender Förderung für bezahlbare Projekte hat die Stadt ihre Position gestärkt. Dieser Ansatz steht im krassen Gegensatz zum bundesweiten Trend, wo finanzielle Belastungen den Wohnungsbau in weiten Teilen Deutschlands ausbremsen.

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