Natürliche Ökosysteme sollen als kritische Infrastruktur gelten – warum das überlebenswichtig ist
Mustafa TröstNatürliche Ökosysteme sollen als kritische Infrastruktur gelten – warum das überlebenswichtig ist
Ein neuer Bericht plädiert dafür, natürliche Systeme wie Seen, Wälder und Moore als kritische Infrastruktur einzustufen. Er warnt, dass ein mangelnder Schutz dieser Ökosysteme zu schweren Versorgungsengpässen und anderen Krisen führen könnte. Bisher gilt diese Klassifizierung nur für vom Menschen geschaffene Anlagen wie Straßen oder Energienetze.
Das Expertengremium betont, dass intakte Ökosysteme unverzichtbare Puffer gegen Hitzewellen, Pandemien und Extremwetter darstellen. Sie bilden die Lebensgrundlage und stärken die lokale Sicherheit durch Artenvielfalt und Klimaschutzprojekte. Kürzungen in diesem Bereich würden Gemeinden wichtigen Schutz entziehen.
Der Bericht fordert eine rechtliche Anerkennung natürlicher Infrastruktur als „kritisch“, um den Zivilschutz zu gewährleisten. Zudem wird eine bundesweite Erfassung zentraler Naturgebiete sowie die Einrichtung von Frühwarnsystemen für den Rückgang von Ökosystemen angemahnt. In der militärischen Ausbildung sollte das Bewusstsein für Umweltrisiken gestärkt werden, während der Nationale Sicherheitsrat den Schutz dieser natürlichen Ressourcen priorisieren müsste.
Die Entwicklungspolitik muss den Ökosystemschutz unter lokaler Führung ausbauen. Der Rat empfiehlt zudem den Umstieg auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft – sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus gesundheitlicher Sicht.
Die Einstufung natürlicher Infrastruktur als kritisch würde ihren Schutz auf eine Stufe mit Straßen und Stromnetzen stellen. Ziel ist es, Versorgungsengpässe und andere schwere Folgen zu verhindern. Die Vorschläge zielen darauf ab, Umweltsicherheit fest in den nationalen Sicherheits- und Entwicklungsstrategien zu verankern.
