Netflix-Doku POLDI zeigt Lukas Podolskis Leben jenseits des Fußballs
Corinna SchinkeNetflix-Doku POLDI zeigt Lukas Podolskis Leben jenseits des Fußballs
Ein neuer Netflix-Dokumentarfilm gewährt seltene Einblicke in das Leben von Lukas Podolski, dem ehemaligen Nationalspieler der deutschen Fußballmannschaft.POLDI hebt sich von typischen Sportfilmen ab, indem er sich auf seine persönlichen Kämpfe, familiären Bindungen und das nahende Ende seiner Karriere als Aktiver konzentriert. Die 90-minütige Produktion verbindet Humor, Ehrlichkeit und berührende Momente, während sie den 39-jährigen Stürmer begleitet.
Der Film beginnt mit Podolski selbst, der einräumt, dass er Dokumentationen bevorzugt, die tiefer in das Privatleben eintauchen, statt sich nur auf die Karriere zu beschränken. Damit ist der Ton für POLDI vorgegeben – kein verklärendes Heldenepos, sondern ein schonungsloser Blick auf die Emotionen des Fußballers, der sich mit dem Rücktritt auseinandersetzt. Eine Szene zeigt seine Mutter, wie sie ihm ein Schnitzel in Margarine brät – eine Hommage an seine bescheidenen Wurzeln –, während sein Vater sich an den Tag erinnert, an dem der junge Lukas einen Audi vor dem bescheidenen Elternhaus parkte.
Podolskis Weg von den Bolzplätzen zu 1. FC Köln und darüber hinaus wird zwar gestreift, doch der Film verweilt länger bei seinen Rollen abseits des Fußballs: als Sohn, Bruder, Ehemann, Vater und Unternehmer. Trotz dieser vielen Facetten gibt er offen zu, dass der Fußball für ihn selbst über Ehefrau und Kinder hinaus oberste Priorität hat. Sein berühmtes Motto „Et kütt, wie et kütt“ („Es wird schon irgendwie werden“) spiegelt seine gelassene Haltung gegenüber den Unwägbarkeiten des Lebens wider.
Aktuell bei Górnik Zabrze unter Vertrag, fängt der Film seine Schwierigkeiten ein, zu akzeptieren, dass seine Zeit auf dem Platz langsam abläuft. Die Mischung aus lockerem Geplänkel und offenen Reflexionen macht POLDI sowohl unterhaltsam als auch zutiefst menschlich.
Netflix’ POLDI sticht als Sportdokumentation hervor, die sich wie ein Familienporträt anfühlt. Statt der üblichen Karriere-Highlights zeigt der Film Podolskis Verletzlichkeiten, seine engen zwischenmenschlichen Beziehungen und die stillen Momente, die ihn prägen. Am Ende bleibt beim Zuschauer ein klareres Bild des Menschen hinter der Fußballlegende.






