26 June 2026, 06:20

Neuköllns SPD-Kandidatin Janine Wolter gerät wegen Instagram-Likes in die Kritik

Hikel äußert Missbilligung über SPD-Kreisrat

Neuköllns SPD-Kandidatin Janine Wolter gerät wegen Instagram-Likes in die Kritik

Janine Wolter, Politikerin der SPD, ist nun die offizielle Kandidatin für die Nachfolge von Martin Hikel als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln. Ihre Nominierung wurde auf einem Parteitag bestätigt. Doch ihre jüngsten Aktivitäten auf Instagram haben in der lokalen Politik für Aufsehen gesorgt.

Die Neuköllner SPD-Führung hatte Wolter zunächst als Hikels Nachfolgerin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin ausgewählt. Ihr Wahlkampf gewann an Fahrt, doch dann kamen Fragen zu ihrem Online-Verhalten auf.

Im vergangenen Herbst hatte Wolter auf Instagram Beiträge eines politischen Influencers zum Nahostkonflikt geliked oder geteilt. Später berichtete der Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint darüber. Daraufhin erteilte Hikel ihr eine offizielle Rüge und kritisierte mangelnde Zurückhaltung und Ausgewogenheit.

Wolter verteidigte sich mit dem Hinweis, es handele sich um einen einzigen Beitrag vom Oktober 2025, den sie in einer 24-Stunden-Story geteilt habe. Sie betonte, sie werde sich künftig nicht mehr mit den Inhalten des Influencers beschäftigen und folge diesem auch nicht. Die Rüge wurde während der Bezirksverordnetenversammlung am Mittwochabend offiziell thematisiert.

Trotz der Kritik bleibt Wolter die bestätigte SPD-Kandidatin für das Bezirksbürgermeisteramt. Sie hat versprochen, künftig auf ähnliche Online-Aktivitäten zu verzichten. Der Streit zeigt, wie umstritten das Verhalten von Kommunalpolitiker:innen in sozialen Medien ist.

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