Niedersachsen erreicht Rekordtief bei CO₂-Emissionen dank Erneuerbaren und Industrieprojekten
Corinna SchinkeNiedersachsen erreicht Rekordtief bei CO₂-Emissionen dank Erneuerbaren und Industrieprojekten
Niedersachsen senkt energiebedingte CO₂-Emissionen auf Rekordtief
Niedersachsen hat seine energiebedingten CO₂-Emissionen auf einen neuen Tiefstand gedrückt. 2023 stieß das Land 51,6 Millionen Tonnen aus – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Umweltminister Christian Meyer gab diese Zahlen am Mittwoch bekannt.
Das Land hat bedeutende Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien erzielt. Die Genehmigungen für Windkraftanlagen erreichten Rekordwerte, und die Photovoltaik-Kapazität wuchs auf etwa 10,5 Gigawatt an. Niedersachsen ist damit auf Kurs, bis 2025 seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Minister Meyer hob zudem das Potenzial des SALCOS-Projekts der Salzgitter AG hervor. Sobald es voll funktionsfähig ist, könnte es die CO₂-Emissionen um etwa 7,6 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Gleichzeitig kritisierte er geplante Änderungen der Bundesregierung an den Wärmeplanungsvorschriften und dem Gebäudeenergiegesetz.
Ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte der Landesrechnungshof seinen Jahresbericht. Darin forderte er mehr Anstrengungen für den Klimaschutz, bezog die Emissionsdaten von 2023 jedoch nicht mit ein. Meyer warnte, dass bundespolitische Weichenstellungen Klimainvestitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro in der Region gefährden könnten.
Seit 1990 sind die Emissionen des Landes um 32,9 Prozent gesunken. Treiber dieser Entwicklung sind der Ausbau erneuerbarer Energien und Industrieprojekte wie SALCOS. Dennoch bleiben Bedenken hinsichtlich der Bundespolitik und der Notwendigkeit weiterer Maßnahmen, um diese Erfolge zu sichern.






