Ökonom fordert Rückkehr des Baukindergelds – warum es jetzt dringend gebraucht wird
Corinna SchinkeÖkonom fordert Rückkehr des Baukindergelds – warum es jetzt dringend gebraucht wird
Der Ökonom Matthias Günther hat Deutschland aufgefordert, die Förderung Baukindergeld wieder einzuführen. Das Programm ermöglichte es Familien mit Kindern einst, günstiger Wohneigentum zu erwerben oder Häuser zu bauen. Günther zufolge erzielte es hohe wirtschaftliche Erträge, bevor es 2021 still und leise abgeschafft wurde.
Das Baukindergeld war darauf ausgelegt, Haushalte mit bescheidenen Einkommen zu unterstützen. Es ermöglichte vielen, sich den Bau eines Eigenheims zu leisten, und belebte so die Bautätigkeit im ganzen Land. Günther behauptet, dass das Programm für jeden ausgegebenen Euro drei Euro an volkswirtschaftlichem Nutzen generierte.
Günther kritisierte zudem einen jüngsten SPD-Vorschlag, einen staatlichen Wohnungsbauer mit privater Beteiligung zu gründen. Stattdessen schlug er vor, die Regierung solle ein etabliertes Unternehmen wie Vonovia übernehmen. Sein Argument zielt auf Effizienz und die Vermeidung unnötiger Bürokratie ab.
Die Streichung der Förderung im Jahr 2021 blieb trotz ihres Erfolgs weitgehend unbemerkt. Günther argumentiert nun, dass ihre Wiedereinführung den Druck auf dem Wohnungsmarkt lindern und gleichzeitig messbare wirtschaftliche Vorteile bringen könnte.
Der Aufruf zur Rückkehr des Baukindergelds kommt zu einer Zeit, in der bezahlbarer Wohnraum eines der drängendsten Probleme bleibt. Günthers Analyse unterstreicht die frühere Wirksamkeit des Programms bei der Ankurblung des Wohnungsbaus und der Unterstützung einkommensschwächerer Familien. Bei einer Wiedereinführung könnte die Förderung erneut eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung des Wohnungsmangels in Deutschland spielen.






